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Friday, 10. September 2010
   
Zur See mit der STÖRTEBEKER
 
Die Reise beginnt : Tag 1. der Reise

Es ist Anfang September.

Die Seeleute des Forschungs- und Ausbildungsschiffes „STÖRTEBEKER“, auch liebevoll „FAS“ genannt, sind heute schon sehr früh auf den Beinen.
Das Schiff der DSR soll eine Expedition durchführen, die Crew bereitet gerade alles vor.

 

 

 

 

 

 


MS Störtebeker der DSR Handelsflotte Seeleute

Tag 1. der Reise

Wir befinden uns am  Heimathafen der „STÖRTEBEKER“ in Marienehe, die VEB Schiffsversorgung bringt den letzten notwenigen Proviant an Board. Die letzten Arbeiten werden vollbracht. Der Kapitän Klaus Albrecht dirigiert seine Seeleute.
In den kommenden 2 Wochen sollen Studenten der Sektion Schiffsführung die neuen Forschungsaufgaben lösen. Die Wissenschaftler werden mit den Forschungsstudenten die neue Messtechnik erproben. Der Rector der Hochschule wird eine Gruppe von Hochschullehrern als Leiter das Schiff als schwimmendes Ausbildungs- und Forschungslabor überprüfen. Unsere Route wurde so geplant, dass wir in Gydynia und in Leningrad unsere Partnerhochschulen besuchen und Forschungsergebnisse austauschen zu können. Für alle ist so etwas sehr spannend. Am späten Nachmittag kommen die Studenten und Lehrer an Board und richten ihre Kabinen ein. Ein Schlepper bringt die „STÖRTEBEKER“ aus dem Fischereihafen wieder auf Kurs. Jetzt kann die Fahrt weiter gehen. In der Nacht treibt der eisige Wind die Seeleute schnell vom Deck und es tritt langsam ruhe in den Kabinen ein.


Tag 2. der Reise

 Jetzt beginnen wir mit dem Programm anzufangen. Die Aufgaben auf dem Schiff werden so aufgeteilt, dass dieses Schiff die ganze Zeit als Lehrträger und als Forschungszweck genutzt werden kann. Es ist auch für die Ingenieurshochschule zugleich ein nutzbarer Erprobungsträger, für Neuentwickelte Technik und Verfahren. Dieses Prinzip der Einheit von Lehre und Verfahren, kann auf diese Art und Weise sehr gut realisiert werden. Die gesamten Möglichkeiten zu nutzen, ist für uns alle hier an Board eine dauerhafte Aufgabenstellung. Im verlauf der Zeit konnten wir feststellen, mit unserer neuen Technik, dass der Motor ausgezeichnet eingestellt ist und wir immer wieder an anderen Stellen energiesparende Punkte finden konnten.

 Am späteren Nachmittag wird mit allen eine Einweisung im Fall eines Seeunglücks (z. B. ein Mann über Board) mit praktischen mitteln geübt, wie z. B. mit Bojen oder Rettungsringen. Diese Situationen üben wir, um solches verhindern zu können, sollte es passieren.


DSR Seeleute auf See mit der MS Störtebeker

Tag 3. der Reise

An diesen Morgen starten wir ein neues Suchprogramm, wobei wir eine Puppe dazu aussetzten. Jetzt beziehen mehrere Beobachter ihre Stellung auf dem Deck. In Sekundenabständen Stellen die Beobachter fest, wie gut diese Puppe zu erkennen ist und tragen dieses in ihr Protokollbuch ein. Diese Übungen sind für die Ausbildungszwecke sehr wichtig, doch im Nachhinein geht es darum bessere Strategien und Techniken zum auffinden von Schiffbrüchigen zu verwenden.

Man darf trotz allem diese Übungen nicht zu schnell durchführen, weil man darf nicht nur schnell rübergucken, sondern muss jeden Sektor im Wasser genau überprüfen und beobachten. Denn durch die Wellen oder das untertauchen kann man schnell eine Person übersehen. Es ist auch kaum zu glauben, dass man mit dem Fernglas nur in den wenigsten Fällen Personen findet als ohne. Das hat nur damit zu tun, weil man mit einem Fernglas einen kleineren Sichtradius hat und dadurch nicht alles wahrnehmen kann. Am Abend nimmt der Ostseewind stark zu und da bekommt man schon das Grübeln. Wenn man diese Wellen sieht bei Windstärke 6, das diese Wellen bis 6 Meter hoch sind und die „STÖRTEBEKER“ ist nicht gerade das größte Schiff. Später haben wir noch eine Versammlung von Studenten und Lehrern um über die Hochschulpolitik, um über die Aufgaben der Internationalen Zusammenarbeit informiert zu werden.


Tag 4. der Reise

Die Delegation wird von einem Bus abgeholt, die mit einem Kranz an der Westerplatte der Opfer des 2. Weltkrieges Gedenkt. Der Parteisekretär und der Rektor nehmen an der feierlichen Immatrikulation an der Offiziershocksschule teil. Es dauert nicht lange und es stellen sich Kontakte zwischen den Besatzungen und den beiden Schulschiffen ein und es wird in verschiedenen Räumen gefachsimpelt. An dem Abend sind noch die Vertreter der polnischen Partnerhochschule bei uns an Board zu Gast. Der Generalskonsul der DDR würdigt dieses treffen als Vertiefung der Zusammenarbeit. Einige Studenten treffen sich im Seminarraum mit Vertretern des polnischen Jugendverbands der Hochschule. Manche kennen sich bereits von den Internationalen Sommerlager in Wustrow.

 


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