|
Traditionsschiff TYP IV (MS Dresden) in Rostock |
Das MS Dresden wurde 1958 in Dienst gestellt. Seid 1970 liegt es an seinem Liegeplatz in Rostock-Schmarl. Für die Verholung des Traditionsschiffes wird jede Hilfe benötigt.
Das Aktionsbündnis TSR (Tradi in den Stadthafen Rostock) ist dankbar für jeden Obolus, der auf dem Spendenkonto eingeht.
Nach dem Ausdrucken, Spende überweisen, Postkarte ausfüllen, abschicken. DANKE
Die Schiffe der DSR vom TYP IV hatten ihre Dieselmotorenanlag achtern im Schiff. Bedingt durch damals nicht vorhandene Großdieselmaschinen musste auf den Typ 8 SV 66 Au vom VEB Maschinenbau Halberstadt zurückgegriffen werden. Das war eine 8-Zylinder-4-Takt-Maschine in direkt umsteuerbarer Ausführung mit Aufladung. Jeder der vier Dieselmotoren konnte eine Leistung von 1 800 PS abgeben.
Diese Leistung wurde über zwei Wellenleitungen auf die Doppelschrauben mit je 4,50 m Durchmesser abgegeben. Je zwei Maschinen in Rechtsausführung, linksdrehend und zwei Maschinen in Linksausführung und rechtsdrehend, dazwischengeschaltet über Kupplungen das Getriebe, arbeiteten auf eine Welle. Die Ausführung als Doppelschraubenschiff gab die Gewähr für günstige Manövriereigenschaften. Das Fahren der vier Hauptdiesel über einen zentralen Fahrstand ermöglichte rasches Reagieren auf geforderte Maschinenmanöver. | | Die Unterbringung der Seeleute erfolgte bereits damals vorbildlich. An Bord dieses DSR Schiffes gab es 23 Einzelkabinen mit 23 Plätzen, 15 Doppelkabinen mit 30 Plätzen sowie 1 Vierbettkabine mit 4 Plätzen für insgesamt 57 Besatzungsmitglieder. Außerdem konnten 12 Passagiere in 4 Einzelkabinen mit 4 Plätzen und 4 Doppelkabinen mit 8 Plätzen befördert werden. Die Mannschaftsmesse verfügte über 36 Plätze und eine Kulturecke über 12 Plätze. Für Offiziere und Fahrgäste waren ein Speiseraum mit 27 Plätzen vorhanden sowie eine Veranda mit 22 Plätzen. Zur Freizeitgestaltung konnten eine Bücherei, ein demontierbares Schwimmbassin (auf Luke V) und eine Kinoapparatur benutzt werden. Alle Typ-IV-Frachter der DSR wurden ausreichend mit Rettungsmitteln, Funk- und Funkanlagen und mit Radar ausgerüstet. Langjährige Typ-IV-Fahrer erkannten an der markanten Silhouette im Dunkeln an der nur diesen Schiffen eigenen Lichterführung „ihre" Frachter. Die geteilten Aufbauten, Kommandobrückenaufbau vorne hinter Luke I, die echteren Aufbauten, Maschinenanlage und Schornstein gaben den Schiffen ein unverwechselbares Gepräge. | |