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Thursday, 05. December 2019
   
Conny

 
eine Frachtschiff Weltreise 6.Woche - 05/04/2010 21:01 eine Weltreise mit dem Frachtschiff
6.Woche



Jetzt geht es weiter.......




Sonntag, 20.06.2010
Wir durften mal wieder eine Stunde länger schlafen. Die Zeitverschiebung beträgt jetzt minus sieben Stunden zu Deutschland. In den frühen Morgenstunden fahren wir an den Inseln der Bahamas vorbei. Um 5.00 Uhr ist es bereits hell, und man kann die Insel Rum Gay Steuerbord (rechts) am Horizont gut sehen. Nachher zeigt sich auf der gleichen Seite Long Island.

Da ich wieder so früh wach war, nutze ich die Zeit vor dem Frühstück, zum Waschen der restlichen langen Sachen. Beide Waschmaschinen scheinen in Betrieb. Ich werfe auch gleich beide an. Traue mich aber nicht das Programm bei der ständig kaputten WM zu wechseln. Dann eben mit Vorwäsche. Nach einer Stunde wäscht diese immer noch Vorwäsche. Naja, das läßt langsam an dem Können des philippinischen Elektrikers zweifeln. Vielleicht ist doch was Wahres dran, mit dem Kaufen von Abschlüssen. Jeder bekommt hier am Schluss seines Aufenthaltes an Bord ein Zeugnis mit Zensuren und eine Empfehlung für spätere Verwendungsmöglichke iten (Beförderung).

Der Chief läßt die drei Öler seit New York, wie früher, im vierstündigen Takt nachts in der Maschine Wache gehen. Der Feueralarm geht nicht richtig. In Korea soll die Reparatur von der Werft vorgenommen werden.

Heute ist es etwas welliger trotz tropischer Wärme. Wir haben Windstärke sechs. Der Chief und der 2.Ing sitzen über der Fehlerbeseitigung der Klimaanlage. Trotz Sonntag ist für sie um 11.00 Uhr nicht Feierabend. Es gibt nichts Schlimmeres als für die Besatzung zu schwitzen. Da die Sonne unaufhörlich auf den Stahlaufbau (Turm) scheint, erwärmt sich dieser schnell. Fenster kann man bei der Windstärke nicht öffnen. Die Türen zur Luvseite (Windseite) bekommt man nur mit starken Gegenkräften auf. Trotzdem ist es angenehmer draußen zu sitzen als drinnen.

Die Klimaanlage funktioniert wieder, aber nicht mit voller Kraft. Am Nachmittag fahren wir zwischen Kuba und Haiti Richtung Jamaika weiter. Kuba ist deutlich zu sehen. Die Windstärke liegt inzwischen bei sechs. Regengüsse und Sonnenschein wechseln sich ab. Am Abend liegt ein Gewitter in der Luft. Die Blitze sind in voller Schönheit zu sehen, jedoch ohne Donner. Das Gewitter ist zu weit weg.

Montag, 21.06.2010
Vor dem Fruehstueck fahren wir in den Hafen von Kingston (Jamaika) ein. Der Hafen zeichnet sich dadurch aus das er der Hauptstandort von Zim sein soll. Auf den Pier stehen fast ausschliesslich nur die braunen Zim Container. Beim Fruehstueck erfahren wir das wir bereits am Nachmittag des folgenden Tages auslaufen sollen. Laut dem Fahrplan sollten wir aber erst nachts zum 23.06. auslaufen. Wir hatten vor gut einer Woche ueber den Kapitaen beim Agenten schon einen Tagesausflug anfragen lassen. Kingston selber soll eine nicht so schoene Stadt fuer Touristen sein.

Da die Zim Ontario so frueh eingelaufen ist, machen wir den Ausflug heute. Um 9.00 Uhr soll es los gehen. Mit dem gleichen Bus werden die beiden daenischen Monteure erneut gebracht, die schon in New York da waren. Es handelte sich um eine Reparatur (an der Baureihe der Schiffe), eine sogenannte Rueckrufaktion. Gewisse Dichtungen erfuellen wohl nicht die Funktion die sie haben. Die gesamte Reparatur dauert so ca. 3-4 Tage. Bis Panama soll es fertig sein. Das Problem ist nur, wie in New York, die Ersatzteile sind noch nicht da.

Wir sind sechs Mann (Kapitaen, Schiffsmechaniker und wir vier Passagiere). Mehrere Unterschriften muessen wir bis zum Gate des Hafens geben. Selbst die Typen der mitgenommenen Fotoapparate und Kameras werden genau festgehalten. Der Bus wartet vor dem Hafeneingang auf uns. Wir brauchen zwei Stunden durch die Berge auf die andere Seite der Insel von Jamaika. Die Landschaft ist traumhaft schoen. Um so mehr wir auf die andere Seite gelangen, um so mehr verwandeln sich die Wohnbauten von zusammengeschusterte n Blechhuetten in schoenen Wohnhaeusern. Mittags kommen wir in Ocho Rios an. Als wir vom Berg in den Ort hineinfahren, sieht man ein Norwegisches Kreuzfahrtschiff im Wasser liegen.

Als erstes fahren wir zu einem Botanischen Garten, den wir besichtigen. Danach werden wir zu einer Badestelle, wo sich der Zugang auf dem Berg befindet gebracht. Wir leihen uns Badeschuhe aus. Auf dem Weg hinab zum Strand sehen wir, dass hier die Moeglichkeit besteht den hinab fuehrenden Wasserfall hinauf zu klettern. Der Ami und der Schweizer wollen nicht ins Wasser. Wir anderen vier, machen uns auf dem Weg den Wasserfall zu erobern. Ohne die wasserfesten Schuhe nicht moeglich. Wenn man nicht aufpasst tritt man ins Leere. Dem Schiffsmechaniker gefaellt es so gut, dass er die Strecke zwischendurch abbricht und nochmal erneut von unten beginnt den Wasserfall hinauf zu steigen. Der Kapitaen, Norbert und ich ziehen die Strecke einmal komplett bis oben durch. Mehrfach lassen wir uns dabei vom Wasserfall den Rücken massieren.

Ich wollte den Wasserfall nochmals erobern. Unterhalb des Wasserfalls bin ich dann abgerutscht und auf dem Po nach unten gerutscht. Dann wusste ich warum die meisten richtige Hosen an hatten. Ich liess es dann lieber sein. Norbert und der Schiffsmechaniker sind dann noch mal hoch gegangen. Im nach hinein moechte ich nicht wissen, wie viel schlimme Unfaelle hier schon passiert sind. Im Bus sagte uns der Schiffsmechaniker, das es bisher die schoenste Ecke war die er in Jamaika bisher kennen gelernt hatte.

Abends kehrten wir dann Bord zurueck. Im Hafen standen grosse Pfuetzen. Wir erfuhren, dass es den ganzen Tag in Kingston geregnet hatte. Bei unseren Ausflug nicht. Na wenn Engel reisen. So ging ein toller Tag zu Ende.


Dienstag, 22.06.2010
Wir wollen trotz Warnung und Information das es nichts in Kingston zu sehen gibt, am Vormittag nach Kingston rein fahren. Wer weiss ob wir noch einmal hier her kommen. Am Hafentor fragen wir, ob sie uns ein Taxi bestellen koennen. Nach 15 Minuten kam eine Fiat Punto ohne Taxischild. Der wurde von der Hafenmitarbeiterin angerufen, um uns in die Stadt zu bringen. Dafuer wollte er 30 US Dollar haben. Norbert bot ihm 15 US Dollar an. Er wollte nicht. Da es auf der Karte nicht so weit bis in die Stadt aussah machten wir uns zu Fuss auf den Weg. Ein anderer bot uns die Fahrt dann fuer 80 US Dollar an. Dann eben wieder den Daumen raus. Wie immer hatten wir Glueck und ein Hafenarbeiter nahm uns bis zum Ocean Boulevard nach Kingston mit. Er sagte uns, dass wir uns in Downtown in Kingston befinden.

Angrenzend an dieser Strasse befinden sich mehrere grosse Banken. Es machte keinen schlechten Eindruck auf uns. Wir liefen dann nach Kingston rein. Die Haeuser wurden schlechter und die Strassen dreckiger. Wir befanden uns auf einmal in einem Viertel wo man als Tourist bestimmt nicht unbedingt alleine hingehen sollte. Strassenmaerkte umsaeumten die dreckigen Strassen. Die Haendler fuhren ihre Waren auf Seifenkisten hin und her. Viel stark bewaffnete Polizisten liefen dort Streife. Eine grosse Bushaltestelle fuer diverse Busse befand sich dort. Man musste aufpassen, dass man die Kamera nicht aus der Hand geschlagen bekommt. Keine Fotos, nur fuer Geld. Wohl fuehlten wir uns nicht gerade dort.

Norbert entschloss sich trotzdem, noch bei einem Barbier die Haare schneiden zu lassen. Nachdem ersten Schnitt mit der Maschine fragte der Barbier, ob noch kuerzer. Da war dieser Schnitt aber bereits schon zu kurz. Jetzt hat er ein fuer die Tropen angepassten Haarschnitt. Wir kauften noch 10 Mangos fuer einen US Dollar als Proviant (Nachtisch) ein. Dann wollten wir den Rueckweg antreten. Ein richtiges Taxi brachte uns dann fuer 6 US Dollar zurueck zum Hafen. Da die richtigen Taxis auch kein Taxameter besitzen, haben wir den Preis vorher ausgehandelt.

Die beiden daenischen Monteure waren schon bereits seit zwei Tagen im Hilton in Kingston untergebracht. Sie erzaehlten, dass mehrfache Leute in den letzten Tagen umgebracht wurden.

Das Auslaufen verspaetete sich entsprechend. Nachts um 0.15 Uhr machte sich die Zim Ontario Richtung des Panamakanals auf den Weg.

Mittwoch, 23.06.2010
Die Ersatzteile sind in Kingston gekommen und die daenischen Monteure koennen die vorgesehene Reparatur endlich ausfuehren. Norbert laesst sich das natuerlich nicht entgehen. Er ist nach dem Fruehstueck in den Maschinenraum runter gegangen.

Das Wasser zeigt 29 Grad und die Luft 27 Grad auf dem Thermometer. Jede zwei Stunden werden, wenn das Schiff faehrt, die Daten wie Temperatur, Windstaerke, Wellenhoehe und zurueckgelegte Meilen in dem Schiffstagebuch festgehalten. Zusaetzlich werden die Koordinaten in das Seetagebuch eingetragen.

Wir liegen gut in der Zeit. Morgen frueh sollen wir vor dem Panamakanal ankommen. Der Atlantik ist wieder wie ein Ententeich. Trotzdem rollt die Zim Ontario im Verhältnis zum Wellengang etwas stärker. Das muss damit zu tun haben, dass das Schiff in Kingston fast voll beladen wurde. Wie haben jetzt zirka 2650 Container an Bord. Mit den Maximal 4860 Containern sind Halbe (20 Fuss Container) gemeint. Aber die meisten Container die transportiert werden sind 40 Fuss Container. Jedenfalls sind unsere Fenster nach vorne jetzt zugestellt.

Das Thermometer steigt weiter in die Höhe. Die Kabinen sind nicht gerade sehr kühl. Die Klimaanlage läuft mal wieder nicht richtig. Am Abend schauen wir noch mit den dänischen Monteuren Olsenbande.

Donnerstag, 24.06.2010
In der Nacht müssen wir dann doch die Fenster öffnen. Wir heizen uns gegenseitig noch mit unseren Körpern auf. Am Morgen liegen wir dann vor Catun (Atlantikseite) zum Panamakanal auf Reede. Morgen früh um 4.30 Uhr sollen die Lotsen kommen. Die Zim Ontario steht als drittes Schiff auf dem Plan.

Inzwischen sucht man sich auf dem Deck wo ein bisschen Wind ist ein schattiges Plätzchen. Das ist angenehmer als in den aufgeheizten Kabinen. Der Chief hat den ganzen Vormittag zu tun, die Klimaanlage irgendwie wenigstens eingeschränkt in Betrieb zu bekommen. Oft genug hat er daran rumgespielt um sie ausser Betrieb zu bekommen. Das Prinzip eines Verdampfers hat er jedenfalls nicht verstanden. Nun hat er wieder zu der polnischen Lösung mit den dazwischen stecken von Münzen gegriffen.

Gegen Mittag sind zwei Verdampfer von den vier wieder in Betrieb. Er kündigt uns Frostzeiten in den Kabinen an. Damit rechnen wir persönlich nicht, da ja zwei Verdampfer immer noch nicht funktionieren. Hauptsache die Kabinen sind kühler als die feuchte tropische Luft von draussen.

Der Kapitän will die Zeit der Reede fuer ein Bootsmanöver nutzen. Da wir draussen einen Ententeich haben, bietet sich das herablassen der Rettungsboote buchstäblich an. Um 15.20 Uhr geht es los. Das Manöver ist auf freiwilliger Basis. Erst wird das Boot 1 auf der Steuerbordseite zur Probe zu Wasser gelassen (ohne Besatzung). Dann dürfen sechs Besatzungsmitglieder sich rein setzen und los geht es. Sie fahren um die Zimt Ontario eine Ehrenrunde. Das kleine Rettungsboot sieht niedlich zwischen den auf Reede liegen Schiffen aus. In das zweite Rettungsboot dürfen der amerikanische Passagier, Norbert und ich, sowie der 2. Offizier, der 3. Offizier und der 2.Ing Platz nehmen und anschnallen. Das Boot wird seitwärts ueber die Reling mit einer Kranvorrichtung befördert. Dann geht es nach unten. Wir drehen auch die Ehrenrunde um das Schiff. Dabei können wir sehen, das wir doch ganz schön voll beladen sind. Dann geht es wieder hinauf. Den zwei philippinischen Offizieren kann man das Unbehagen sichtlich im Gesicht beim Hinaufziehen des Rettungsbootes ablesen. Ich fragte warum nur 6 Leute sich ins Boot setzen dürfen. Bei einer Rettungsaktion, wie sollen den die anderen dann an Bord des Rettungsbootes kommen. Die Antwort war über die Strickleiter. Also bei Windstärke 10 möchte ich nicht erst eine Strickleiter zum Rettungsboot runter klettern wollen.

Abends erklärt uns der Kapitän, dass nur eine Gesamtlast von 6 Personen hinaufgezogen werden kann. Zum Retten hinunter sind 30 Personen pro Boot zugelassen. Das ist beruhigend. Aber runter kommt man ja immer, auch wenn die Stricke reissen.

Die dänischen Monteure sind mit der Reparatur des Hilfsdiesels fertig und wurden von einem Lotsenboot abgeholt.

Freitag, 25.06.2010
Heute verlassen wir den Atlantik, indem wir durch den Panamakanal fahren. Am Abend werden wir unsere Reise im Pazifik dann fortsetzen. Der Panamakanal wurde vom gleichen Erbauer der den Suezkanal errichtet hat geplant. Wegen des Klimas und daraus resultierenden Krankheiten wie Gelbfieber und Malaria scheiterte er daran. Der Bau des Kanals wurde 1914 dann von anderen fertiggestellt.
Seit der Jahrtausendwende ist die Verwaltung des Kanals von den USA an Panama zurück gegeben worden. Der Kanal befindet sich 26 Meter über den Meeresspiegel und ist fast 80 Kilometer lang. Um die Schiffe auf diese Höhe zu befördern, gibt es auf der Atlantikseite eine Dreikammerschleuse und auf der Pazifikseite zwei Schleusen, wobei eine davon eine Zweikammerschleuse ist. Am Tag passieren durchschnittlich 38 Schiffe den Panamakanal. Die größten sogenannten Panamamaxschiffe dürfen eine Breite von 32,50 Metern nicht überschreiten. Dann passen Sie nicht mehr in die Schleusen. Um für größere Schiffe die Möglichkeit einer Passage durch den Panamakanal zu schaffen, werden neue größere Schleusen errichtet. Die Fertigstellung des erweiterten Kanals soll 2014 insgesamt fertig sein.
Die Durchfahrt des Kanals kostet der Reederei ungefähr 250 Tausend US Dollar. Durch den Kanal obliegt die Führung des Schiffes gut ausgebildeten Lotsen. Der Kapitän ist nur stiller Zuschauer, der den Befehlen der Lotsen folgen muss. Wir sind heute das dritte Schiff was mit seiner Passage Richtung Pazifik an der Reihe ist. Um 5.30 Uhr kommen die drei Lotsen an Bord. Wir fahren an den Hafen von Colon (Freihandelszone) in den Panamakanal ein. Inzwischen hat es die Sonne geschafft aufzugehen. An der ersten Dreikammerschleuse der Gatunschleuse sind wie um 6.30 Uhr. Die beiden Schiffe vor uns befinden sich schon in der Schleuse. Parallel können zwei Schiffe nebeneinander in separaten Schleusenbecken befördert werden. Die Zim Ontario wird an den so genannten Trailerloks befestigt. Das sind silberne Lokomotiven die das Schiff durch die Schleusen ziehen. Dazu ist eine Mannschaft bestehend aus einem Vorarbeiter und ca. 10 Mann für jede Seite, zum Festmachen und Lösen der Stahlseile der Loks an Bord gekommen.

Für die Panamamaxgröße werden acht Lokomotiven benötigt. Vier vorne in Höhe der Back und vier hinten in Höhe Achtern des Schiffes. Wobei jeweils zwei auf jeder Seite sich befinden. Die beiden gegenüberliegenden Loks geben sich durch Klingelzeichen die Befehle zu. Sie fahren dann gleichzeitig. Zwischen den Schleusenvorgängen besteht für den Autoverkehr die Möglichkeit, über eine Brücke die sich direkt vor den Schleusentoren befindet, auf die andere Seite des Kanals zu gelangen. Es ist Millimeterarbeit das große Schiff in die Schleuse einzufädeln. Auf jeder Seite befinden sich gerade noch 75 Zentimeter zu der Schleusenwand. Die Zim Ontario wird bestimmt wieder Andenken in Form von starken Farbabschabungen als Erinnerung der Durchfahrt von sich tragen.
Als wir uns in der ersten Schleuse befinden, sind bereits das Schiff vor uns in Schleusenbecken zwei der nebenanliegenden Schleusen und das erste Schiff der heutigen Durchfahrt zwei Becken vor unserem Schleusenbecken. Die Zim Ontario wird durch die acht Trailerloks an ihre Position gehalten. Als wir oben sind, ziehen die Loks das Schiff nach dem Öffnen der doppelten Schleusentore in das nächste Becken. Das passiert auch nochmal mit dem dritten Becken der Gatunschleuse.
Auf 26 Meter Höhe werden wir dann direkt in den Gatunsee fahren. Dieser See wird durch einen Staudamm immer kontinuierlich auf der Wasserhöhe der Schleusen gehalten. Ist zu viel Wasser im See, wird das Wasser durch den Staudamm abgelassen. Der Gatunsee ist ein riesiger See mit vielen Inseln. Inzwischen bekommen wir in den vollen Genuss des hier herrschenden tropischen Klimas. Wir haben 36 Grad. Trotz der gerade herrschenden Regenzeit, haben wir schönsten Sonnenschein.
Eine Stunde muss die Zim Ontario noch ankern bevor sie weiter fahren darf.

In der Mitte des Sees befindet sich eine große Insel (Isla Barro Colorado-Tropical Preserve). Diese wird zum Teil von den passieren Schiffen umfahren, ehe wir in den eigentlichen Kanal kommen. Ab und zu kommen uns Schiffe in die andere Richtung entgegen. Die vielen Inseln zeigen sich voller grüner Pracht des tropischen Regenwaldes. Im Panamakanal wird kräftig ausgebaggert. Durch seine Struktur muss dies ständig gemacht werden. Die starken Regenfälle sorgen dafür, dass teilweise richtige Hänge in den Kanal hineinstürzen. Man kann sehen, wie durch künstlich angelegte kleine Wasserfälle dieses vermieden werden soll. Die Hänge sind in Stufen angeordnet.
Gegen 14.00 Uhr fahren wir durch eine Brücke, also kann die nächste Schleuse Pedro Miguel nicht mehr weit weg sein. Ein Boot bringt die Festmachercrew für die Lokomotiven der Schleusen zur Zim Ontario. Über die Gangway erreichen Sie das Unterdeck.
Die Pedro Miguel Schleuse ist eine Einkammerschleuse. Das Schiff was vor uns den Kanal passiert wird bereits in der rechten Seite auf die nächste untere Ebene befördert. Die Zim Ontario wird wieder an acht Trailerloks befestigt und in die linke Seite der Schleuse geschleppt. Dann kommt noch ein kleines Stück Panamakanal bis zur letzten Schleuse.
Inzwischen hat sich der Himmel bewölkt, so dass die pralle Sonne nicht mehr direkt scheint. Deshalb entschließen Norbert und ich die Durchfahrt der Doppelkammerschleuse von dem Dach der Back (ganz vorne) zu beobachten. Ein Besatzungsmitglied öffnet uns die Luke zum Backs Dach. Wir klettern die Leiter hinauf. Nun können wir die Durchfahrt der Miraflores Schleuse von ganz vorne beobachten.
Am Ufer befindet sich eine große Aussichtsplattform über mehrere Etagen. Es ist schon ulkig wie man sich gegenseitig fotografiert. Die Touristen von der Plattform das Schleusen des Schiffes und wir die Plattform. Hier ist wieder das gleiche Spiel, wie in den anderen zwei Schleusen. Das Schiff wird von den Loks durch die zwei Kammern der Schleusen gezogen. In der zweiten Kammer sitzen Pelikane auf der Schleusenkante. Sie lassen sich von den heranfahrenden Loks nicht beeindrucken. Plötzlich huschen sie in das Schleusenwasser und setzen sich mit ihrem vollen Schnabel wieder auf den Rand. Es scheint als ob die Zim Ontario die Fische in die Schleusenkammer vor sich her treibt. Am Abend erfahren wir, dass deshalb die Pelikane als Opas bezeichnet werden.
Hinter der Mirafloresschleuse kommt noch eine Brücke die die beiden Kanalufer miteinander verbindet. Dahinter fahren wir an den Containerterminal von Balbora vorbei. Auf dem Rückweg von Asien hat die Zim Ontario hier ein Stadion bevor Sie wieder den Panamakanal passiert. Am Horizont hinten den kleinen Hafen ragen die Wolkenkratzer von Panama in die Höhe. Es muss eine riesige Stadt sein.
Nun haben wir die engste Stelle von Panama zwischen dem Atlantik und dem Pazifik passiert. Der nächste Abschnitt unserer Reise kann beginnen.

Samstag, 26.06.2010
Wir befinden uns auf dem Pazifik in Richtung Los Angeles. Am Vormittag bekommen wir starke Regengüsse ab. Der Wellengang ist wieder stärker. Es ist angenehm draußen im Fahrtwind zu relaxen.
Ich nutze die Zeit um die Fotos zu sortieren. Soviel Fotos kann man ja niemanden zumuten. Die Besatzung möchte auch Schnappschüsse haben. Denn wieder jeder weiß, fotografiert man sich selten selber.

Am Abend hat der Kapitän ein kleines Barbecue angesagt. Dazu hatten wir vom Ausflug aus Jamaika noch Grillkohle mitgebracht. Die ist nicht genügend an Bord gewesen. Am Nachmittag trägt die Mannschaft Tische und Stühle auf das Achterdeck. Eine Lampenkette wird aufgehängte und die Musikanlage tönt über die Maschinengeräusche hinweg. Wie schon beim ersten Grillabend wird die Haupt- und Rudermaschine für die Zeit von 18. - 22.00 Uhr ausgeschaltet. Das vollgeladene Schiff treibt im Pazifik. Die Wellen die gegen Achtern aufschlagen, bemerkt im Gegensatz zum nicht stark beladenen Schiff so gut wie gar nicht. Jetzt kann auch die Musik leiser gestellt werden. Im Gegensatz zum Schweinegrillen, nimmt sich jeder das was er essen will und grillt es auf dem Großen selbstgebauten Grill alleine.
Der Steward winkt mir zu, ich solle auch kommen. Da ist mir zu viel Trubel und Hunger habe ich auch noch nicht richtig. Die Philippiner essen ihr Abendbrot sonst immer schon um 17.00 Uhr. Als der Grill an ist, ist es bereits 18.30 Uhr. Sie scheinen so ausgehungert zu sein, dass sich eine große Traube um den Grill befindet. Ich gebe dem Steward zu verstehen, er könne für uns grillen. Er ist so lieb und macht das auch. Der Schiffsmechaniker packt sich sein Fleisch und seine Würste beiseite. Er grillt erst wesentlich später, wenn alle fertig sind. So macht er es auch. Kapitän und er essen erst nach 20.00 Uhr. Wir sitzen noch gemütlich bis 22.00 Uhr zusammen. Dann fahren wir weiter.

Auf dem Pazifik haben sich zwei Hurrikane gebildet. Sie befinden sich vor uns. Celia dreht auf den Pazifik ab und wie sich Darby entwickelt, kann man noch nicht so richtig sagen. Am Abend informierte der Kapitän uns, dass auf Grund des Taifuns Darby wir den Kurs ändern und dichter an die Küste ran fahren werden.

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