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Friday, 06. December 2019
   
Conny

 
Hanjin Amsterdam Teil 18 - 25/12/2012 11:26 Singapur

Samstag, 23.12.12 ? Singapur
Das Thermometer schafft es in der Sonne auf 38 Grad und im Schatten noch auf 32 Grad. Wir werden immer langsamer und beobachten die vielen Schiffe die hier vor Singapur auf Reede liegen. Um 15 Uhr erfahren wir, dass der Lotse erst 16.30 Uhr kommen soll. Gut dann noch einen Sparziergang zur Back. Der Müll im Wasser nimmt zu. Wir laufen steuerbords das Hauptdeck zurück und können beobachten, wie die Besatzung die Gangway und die Jakobsleiter für den Lotsen vorbereiten. Mein Seebär unterhält sich mit der Mannschaft und ich suche mir einen Poller aus, wo ich das Lotsenmanöver schön beobachten kann. Der Lotse kommt pünktlich und hat mächtig zutun sich die Jakobsleiter nach oben zu ziehen.
Über Singapur ist der Himmel kohlrabenschwarz. Wir fahren direkt in das Gewitter hinein. Schiffe die vorher vor uns zu sehen waren, sind auf einmal vollkommen verschwunden. Da ja Brücken- und Nockverbot für Passagiere herrscht, wenn ein Lotse an Bord ist, versuchen wir uns auf dem G-Deck unterzustellen. Die Schuhe ziehen wir einfach aus, sonst wären sie klitschnass geworden. Blitze und Donner kommen genau nacheinander, das Gewitter liegt über uns und wir können nicht weit über die Back hinaus mehr sehen. Als sich das Gewitter abschwächt, sehen wir weit vor uns die Insel Sendosa. Aus der Ferne erkenne ich sogar die Gondelbahn mit den Gondeln. Wir schwenken Backbordseite ein. Wir liegen im neuen Hafen, der etwas weiter weg ist, als der alte Hafen. Es ist inzwischen Abendbrotzeit (17.30- 18.30 Uhr). Wir entschliessen uns schnell futtern zu gehen, damit wir das Festmachen noch mit erleben können.
In den 20 Minuten hat sich bloss nicht viel getan, wir liegen vor den Hafenbecken, wo sich unser Liegeplatz befindet und ein Schlepper ist hinten befestigt. Er liegt seitlich neben uns und es findet kein Manöver statt. Es liegt noch ein Schiff an dem uns zugewiesenen Liegeplatz. Das Schiff muss erst raus. Danach werden wir noch von dem einen Schlepper im Becken gewendet. Aber nicht so wie sonst, alles läuft in Zeitlupe ab. Wir liegen jetzt genau parallel zu unserem Liegeplatz und vorne und hinten sind die Plätze belegt. Wenn man das mit einem Pkw Parkplatz vergleicht, hätte ich mir einen anderen gesucht, da es Maßanpassung sei, wenn nur noch ein paar Zentimeter vorne und hinten zu den anderen Pkw Platz wäre. So sah es hier aus. Nur der eine Schlepper drückte die Hanjin Amsterdam seitwärts in die vorgegebene Lücke. Um 19.30 Uhr waren wir dann endlich an der Pier festgemacht. Dafür hat es aufgehört zu regnen.
Um 20.15 Uhr frage ich beim Kapitän nach, wie es mit dem Landgang aussieht. Eine Immigration käme hier nicht, aber mit Reisepass und 4 Seiten bewaffnet kämen wir aus dem Hafen und in den Hafen. Als wir das Schiff zum Landgang verlassen, sind der Kapitän, Koch und Steward damit beschäftigt den Proviant zu verstauen. Der Chiefmate koordiniert das Entladen und Beladen der Container im Ladebüro. Vor jeden Liegeplatz befindet sich hier so etwas, wie eine Bushaltestelle für den Shuttlebus. Was wir so noch nicht erlebt haben. Es gibt hier an die 6-8 Routen, und jede Route wird nur einmal stündlich abgefahren. Schlimmer als auf dem Dorf. Dafür überall Blitzkästen für die LKWs, die die Container zu den Schiffen fahren. Teilweise rasen sie hier mit zwei Containern übereinander über die Pier. Rasen - Wort wörtlich.
Vor dem Hafen bekommen wir auch gleich ein Taxi und lassen uns ins Centrum von Singapur bringen. In Singapur sieht man relativ wenige Pkw, außer Taxis. Hier sind 14.000 Taxen zugelassen. Die Attraktionen liegen zentral aufeinander. So ist uns möglich, an diesem Abend uns einen Überblick über die Veränderung seit dem letzten Mal hier zu verschaffen. Es hat sich sehr viel verändert. Wolkenkratzer sind dazugekommen. Das einzigartige Gebäude ist das Marina Bay Sands. Drei gewaltige Türme, die Dächer verbunden über eine etwa 340 Meter lange Plattform - das ist Marina Bay Sands. Das futuristische Bauwerk vereint die Angebote einer ganzen Kleinstadt: Hotel, Casino, Restaurants, Einkaufzentrum und vieles mehr. Die Plattform in Form eines Schiffes ist ein ruhiger Rückzugspunkt mit einem Park und einem Swimmingpool. Es befindet direkt an der Waterfront. Davor befindet sich ein Museum in Form einer Blume und mehrere Bühnen im Wasser. Auch hat man den Eindruck, dass viele Bälle auf dem Wasser schwimmen. Eine Lichtershow zusammen mit Wasser- und Feuerspiele umrahmen die Bauwerke. Es ist Wahnsinn. Als ob sie Hong Kong Konkurrenz machen wollen.
Auf der anderen Seite des Flusses steht der Singapur Flyer. Das fast 170 Meter hohe Riesenrad ist ein echtes Erlebnis. Mein Seebär möchte eine geschlossene Getränkedose mit zu der halbstündigen Fahrt nehmen. Da hat sich nichts geändert, das ist hier in Singapur nicht möglich. Umsonst gilt sie nicht als die sauberste Stadt der Welt. Wir haben die letzte Gondel bekommen. Nicht nur die gesamte in verschieden Farben erleuchtete Stadt, sondern auch die vielen vor der Stadt liegenden erleuchteten Schiffe auf Reede verleihen Singapur bei Nacht ein besondere Flair. Wir gehen noch in das Casino ins Marina Bay Sands. Das war der zweite Versuch, außer Staunen von der Größe und von den vielen Spieltischen und Automaten, nichts. Wie vor zwei Jahren in Macao haben wir nicht einen Dollar ausgegeben.
Gegen 1.00 Uhr waren wir dann von unserem Landausflug zurück. Im Hafen nahmen uns zum Glück ein paar Hafenarbeiter in ihrem Auto mit. Sonst hätten wir noch eine Weile auf dem Bus warten müssen.

Montag, 24.12.12
Nach einer kurzen Nacht hieß es gegen 6.00 Uhr aufstehen. Landgangsende ist für 12.00 Uhr angesetzt. Wir wollen nochmal in die Stadt. Für die Erlebnisinsel Sentosa reicht die Zeit nicht.
An der Seite des Schiffes läuft das Bunkern in vollem Gange. Das Bunkerschiff liegt an unserem Schiff und über einen Kran, woran der Schlauch befestigt ist, wird dieser mit unserem Schiff verbunden. Es sollen so 400 Tonnen pro Stunden Schweröl gebunkert werden. Kurz vor Acht nehmen wir den Shuttle, der uns ans Hafentor bringt. Nach ca. 45 Minuten sind wir dann mit dem Taxi in Chinatown am People`s Park Center. Das Center war noch geschlossen. Hier hat sich auch einiges verändert, nicht die kleinen typischen Häuschen, sondern das drum herum. Wir sehen uns zwei Tempel an. Der eine ein Hindutempel. Die Gläubigen lassen sich dort gesegnetes Obst geben. Der andere ist gleichzeitig wie ein Museum für Buddhas. Dort drinnen befanden sich mehrere tausende Buddhas, die zusätzlich die Wände verzierten.
Um 9.30 Uhr früh saßen dort Einheimischen in einer typischen chinesischen Garküche und aßen Pekingente. Vier ganze mit Kopf gegarte Enten hingen dort. Ich meinte nur zu meinen Seebär, wir haben Heilig Abend und nicht mal ein weihnachtliches Essen. Aber um diese Zeit hatten wir beide keinen Appetit auf Ente. Danach liefen wir zum Fluss. Dort erkannte ich dann doch genau die Fussgängerzone, die ich von der Reise 1998 auf ein Foto festgehalten habe, wieder. Wir erinnerten uns Beide an die am Ufer aneinandergereihten überwiegenden Fischrestaurants. Ich sagte nur, wenn wir hier lang laufen, kommen wir zu Merlion. Es ist ein Wahrzeichen der Stadt. Diese Figur, etwa 70 Tonnen schwer, zeigt ein Mischwesen, bestehend aus einem Fisch und einem Löwen, das auf einer Welle sitzt. Der Merlion symbolisiert die Stadt selbst: Der Fisch steht für den Beginn der Siedlung als Fischerdorf, der Löwe ist Teil des Namens (Singa=Löwe).
Von der Höhe von Merlion konnten wir uns dann noch einen Eindruck verschaffen, von dem gestrigen beleuchteten Stadtteil und Gebäuden. Ich erinnerte mich auch an das Prinzip der Einbahnstraßen, was hier vorherrscht. Wenn man in die falsche Richtung in ein Taxi steigt, kann es passieren, dass man erst noch eine Stadtrundfahrt bekommt, ehe man am Ziel ist. Auch wenn es nur drei Straßen weg ist und man nur aus Unkenntnis in ein Taxi gestiegen ist. Ich weiß die Richtung und wir laufen an der Waterfront entlang. Auf den Weg zu den Wolkenkratzern erkennt mein Seebär den Clifortpier wieder, zu den er Mitte der 70iger Jahre vom Schiff aus, zu einem Landgang, mit einer Dschunke immer übergesetzt wurde. Jetzt ist der Pier die Eingangshalle eines Hotels im Zentrum. Damals lagen die Schiffe zum Be- und Entladen noch vor Singapur.
Als wir im Hafen angekommen sind, müssen wir noch über eine halbe Stunde auf den Shuttle warten und kommen eigentlich 20 Minuten zu spät vom Landgangsende zurück. Nur einer war neben uns hier zum Landgang. Das war der Elektriker. Die drei Passagiere sind auch an Bord geblieben. Das Ehepaar meinte, der Koch war dann doch zu müde, um an Land zu gehen und sie haben dann auch keine Lust mehr gehabt. Ursprünglich hatte sie der Koch gefragt, ob sie sich ein Taxi teilen. Eine Taxitour hat uns ca. 9-13 Singapurdollar gekostet, umgerechnet ca. 7-8 Euro.
Beim Mittag sitzt auch der Kapitän, der uns ankündigt, dass wir noch auf Reede gehen müssen. In Singapur ist Bunkern dran. Das heißt das Schiff wird mit sämtlichen für den Betrieb gebrauchten Schmier- und Treibstoffen aufgefüllt. Der Chief erzählte uns schon vorher, dass es die ganze Nacht in Singapur dauern würde. Es sollten 2.800 Tonnen Schweröl, dazu kommen noch Diesel, Schmieröl usw., gebunkert werden. Damit stand es für die Maschinencrew fest, dass es keinen Landgang in Singapur geben wird.
Um 15.00 Uhr liefen wir dann aus. Ich wollte die Ausfahrt auf der Back beobachten. Da es sich wegen dem Bunkerschiff um eine Stunde verzögert hatte, dachte ich es sei jetzt alles erledigt. Als wir auf die Back kamen, saßen dort der 2. Nautische Off. und der Bootsmann in der Sonne. Die Azubiene kam auch noch. Mein Seebär berichtete ihnen von unseren Eindrücken in Singapur und ich nahm meinen Lieblingsplatz ein.
Wir steuerten direkt auf die Insel Sentosa zu. Hier liegen viele Schiffe auf Reede. Die Einfahrt in den alten Hafen kommt immer näher. Dann meinte der 2. Off.: Wir müssen hier ankern. Also doch Reede. Die Back fängt an zu vibrieren. Was ist denn das? Ein Blick über das Schanzkleid der Back verriet, das Bugstrahlruder war voll im Betrieb. Der Wulstbug liegt auch nicht mehr so tief im Wasser, da wir jetzt weniger Ladung an Bord haben. Schaumkronen lagen um den Wulstbug. Ein kleines Stück wurde der Anker herabgelassen, aber noch nicht ins Wasser. Das Ufer von Sentosa kam immer näher, wenn wir so weiter fahren sind wir gleich auf der Insel. Man könnte rüber schwimmen. Dann der Befehl von der Brücke zum ankern. Im Wechsel von 4-mal ging Befehl und Anker lösen hin und her.
Beim Abendbrot klärt uns der Kapitän auf, dass sechs Stunden geplant seien. Das Bunkerschiff fördert anstatt der 400 Tonnen nur 300 in der Stunde. Dazu kam sie haben zu spät erst angefangen. Es wurde erst heute Morgen um 7 Uhr mit dem Bunkern begonnen. D.h. für die Mannschaft gibt es keinen Alkohol und keine Feier, er wird es versuchen morgen zu realisieren, wenn wir auf den Weg nach Vietnam sind. Jeder bekommt ein große gefüllte Tüte mit weihnachtlichen Naschzeug vom Stewart anlässig des 24.12. überreicht. Wer soll das von den Passagieren hier an Bord noch Essen. Das macht den Koffer unnötig schwer. Für uns steht fest, dass wir dem Philippiner damit noch vor unserem Abstieg eine Freude machen werden. Aber ein paar Pfefferkuchen werde ich mir schon gönnen. Zum Abendbrot gibt es Scrimps mit Salat und Reis.
Mein Seebär ist von den Landgängen und von den Erlebnissen heute an Bord vollkommen kaputt gespielt. Wir gönnen uns noch auf unserer Kammer ein Gläschen Wein. Da wir nun genau vor der Insel Sentosa liegen, bekommen wir noch ein schönes Wasserspiel mit Farbspektakel und Feuerwerk geboten. Leider waren wir für die dazugehörige Musik doch zu weit entfernt.
Merry Christmas.

Weiterlesen: Hanjin Amsterdam Teil 19
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