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Wednesday, 21. August 2019
   
Lothar Pantermöller

 
Schwarzburg vor 29 Jahren - 30/11/2008 15:52 Ich wurde von Norbert gebeten die Geschichte hier zu veröffentlichen, damit sie nicht auf „Seite xxx“ im Gästebuch von Seeleute .de verschwindet:

Es war 1979 als mich die Arbeitkräftelenkung auf die Schwarzburg schickte, wir sollte drei Reisen nach Kleipeda machen – Eisenfahrt, rechtsrum wie man so schön sagte. Kap´tän war Klitsch („Der Schauspieler“ er hatte nach dem Krieg sein Glück mit mehr oder weniger Erfolg am Volkstheater Rostock gesucht) Mein Kabelede hieß Hartmann, kam von der Schwarzheide, war neu bei ASAM, er fährt jetzt als Kap´tän bei E.R.- Schiffahrt. Wir ließen am Freitag den 23. November den Steuerbordhaken mit drei Schäckel zu Wasser, der Liegeplatz sollte vor Montag nicht frei sein. Der Alte hatte Transitausgabe machen lassen, so daß sich ein feuchtfröhliche Reedezeit andeutete. Damit der Stoff nicht alt wird setzten wir uns gleich am ersten Kleipeda- Reede- Abend in die Messe, einer von den Assies hatte eine Torf- Rock Kassette dabei: „Wir trinken den Met bis keiner mehr steht unser Häuptling heißt Rote Locke…“ wir sangen 20 stimmig, zwar nicht schön, aber laut.

Am Sonnabend hatte ich Malesse und einige andere auch, wir hatten mit Reinigungsarbeiten in den Kühlluken zu tun. Die Assies, schon immer die Härteren ließen auch an diesem Sonnabend- Abend nichts anbrennen, ich hörte noch nach Null Uhr den mehrstimmigen Gesang bis in meine Kammer: „Oh Karola Ik häv Di in de Kök Krabben puhlen sähn…“
Am Sonntag den 25. November änderte sich das Wetter schlagartig, der leichte Ostwind drehte auf Südwest, heftige Schauerböen ließen nur noch Innenarbeiten zu. Am Nachmittag ging der Wind auf Orkanstärke, wir dümpelten am Haken mit zunehmenden Schlagseiten und in Folge des großen GM – wir waren im Ballast -, mit Rollzeiten unter 12 Sekunden. Noch vor Feierabend wurde der Ede vom Alten zum Anker Hieven auf die Back beordert. Ede hievte und hievte, immer auf das Handzeichen des Chiefmates achtend der vorn an der Schanz die Kette beobachtete, als die Winde immer härter arbeiten mußte, die Leistungsaufnahme um ein vielfaches den Sollwert überschritt, der Alte mit der Maschine nicht mit half, die Sicherungen erst kamen als schwarzer Qualm aus dem Kabelgatt kam hatte es sich mit der Steuerbord Ankerwinde…
Um 21:00 Uhr ging ich mit Chiefmate Krause nach vorn, die Stb. Kette war bis zum Sliphaken draußen und zeigte steif nach voraus, die Winde machte Geräusche, als lebte sie und könne der Last nicht länger halten, der Kocker war in Zugrichtung eingebrochen, man konnte von oben ins Kabelgatt sehen. Der Alte verlangte den Backbordhaken zu schmeißen. Gut eine halbe Stunde hielt die Bremse, dann rutschte auch hier die Kette, als der Alte verlangte die Winde einzuschifften protestierte ich, das konnte nichts werden, daß Getrieberitzel kann was ab aber nicht diese Last, daß hatte ich schon mal in Hong Kong bei Taifun Rose 1971 auf der Freyburg erleben dürfen, allerdings waren wir damals auch mit der Maschine gegen an gegangen und hatte schlimmeres vermieden. Wieso der Alte das gleiche hier nicht machte kann ich nicht beantworten.
Das Getriebe hielt ganze 10 Minuten, dann rutschte die Kette auch…
Am Montag Morgen war der Zauber vorbei, beide Ketten zeigten auf und nieder und trotzdem wir mit 2 Knoten über die Reede trieben war Kap´tän Klitsch immer noch der Meinung die Haken seien dran… Wir hatten auf Stb. noch vier Längen und auf Bb. sechs das fanden wir aber erst heraus nachdem wir den intakten Bb. Motor mit dem durchgeschmorten Stb. Motor mit Hilfe von Umleitrollen und unserem Ladegeschirr an Luke Eins getauscht hatten. Als der Stb. Motor an Deck lag und Chief Jonny Borchmann das Typenschild inspizierte, meinte er: „Zwei Gründe die zu diesem Desaster geführt haben, das 1. Die Assies haben am Totensonntag gesoffen und das 2. der Motor wurde vom Klassenfeind gewickelt!“ Auf dem Schild stand „Hansa Werke Kiel“.
Im Hafen schafften wir es die übrig gebliebenen Längen, mit Hilfe von Land zu verbinden und den Reserve Anker auf Stb. In die Klüse zu ziehen, daß Russische Register ließ uns nur mit mindest einem Anker auslaufen. Gut 20 Glieder brannten wir raus, sie waren über ein Drittel ihrer ursprünglichen Länge gedehnt.
Wir schaffte alle diese Arbeiten rechtzeitig bis zum Auslaufen am Abend, der Inspektor vom Russischen Register ließ mich noch einen Zementkasten gießen, mit einem Loch im Backdeck wollte er uns nicht fahren lassen. Ede peilte fürs Auslaufen, wir hatten das Ladegeschirr unten, die Geien aufgeschossen, die Runner festgefahren, die Schnellverschlüsse an den Luken zugeknackt, als er ins Kabelgat kam und mich fragte ob es normal sei das die Russen in eine verschlossene Luke steigen?
Oben am vorderen Einstieg von Luke Zwei auf Windenhaus Eins hatte er einen Pudel verschwinden sehen unter dem ihn zwei Augen anstarrten.
Ein 14jähriger hatte den Weg in unser Schiff geschafft wie auch immer, er dachte wir fahren nach USA er hatte einen Opa in Detroit… Das KGB durchsuchte die Schwarzburg mehr als drei Stunden.
Die für Frühjahr geplante Werftzeit wurde wegen der nicht unerheblichen Schäden vorgezogen, die geplanten Reisen nach Kleipeda mußte ein anderes Schiff machen.

Lothar Pantermöller
NNNN
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