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Conny

 
eine Frachtschiff Weltreise 4.Woche - 05/04/2010 20:58 eine Weltreise mit dem Frachtschiff
4.Woche



Jetzt geht es weiter.......


Dienstag, 08.06.2010
In der Nacht durften wir die Uhr wieder eine Stunde zurückstellen. Wieder ein Tag mit 25 Stunden. Es ist heute schlechtes Wetter. Der Wind weht mit einer Stärke von geschätzt "Sieben" um unsere Nasen. Dazu kommt noch, daß es regnet. Weit und breit sind wir alleine auf dem Atlantik. Vereinzelt kann man in der Ferne ein Schiff entdecken.

Es ist richtiges Wetter um die Sauna und den Whirlpool zu nutzen. Leider kann der Whirlpool nicht ganz gefüllt werden, da wegen des stärkeren Wellenganges das Wasser nur hinaus schwappen würde. Beim Hineinlegen reichen die Blubber Blasen aber aus.

Gestern hat der Kapitän Grillabend angekündigt. So etwas findet ungefähr einmal im Monat statt. Hier hat der letzte Kapitän keinen durchgefuehrt. So sind alle darauf heiß. Das Schwein wurde auch bereits aus der Kühllast genommen. Deshalb wird trotzdem, daß kein Grillwetter ist, das Grillen stattfinden. Außerdem befinden wir uns in der Höhe der Azoren. Danach wird es wahrscheinlich kühler. Das wäre noch schlechter.

Das Achterdeck ist seit Tarragona wieder mit Container zugestellt. Somit hat man eine schützende Überdachung für das Deck. In dem Turm ist auf diesem Schiff kein Platz zum Grillen. So bereitet die Besatzung achtern den Abend vor. Sie bauen noch einen Tisch für das Schwein und das Geschirr auf. Außerdem werden Tisch und Stühle aus der Mannschaftsmesse nach Achtern gebracht.

Der Bootsmann bereitet nach dem Mittag das Schwein vor. Auf einem kleinen Grill wird Holz zum glühen gebracht. Danach kommt es unter das Schwein. Einer darf das Schwein über der Glut ständig drehen. Für diese Aufgabe fühlte sich Norbert wie geschaffen. Das Schwein ist pünktlich zum Abendbrot um 17.30 Uhr fertig. Es wird uns berichtet, daß früher die Schweinohren für den Bootsmann und den nächst ranghöheren Philippiner waren. Man konnte die Rangordnung daraus erkennen. Die Schweinohren hat keiner gegessen.

Der Kapitän läßt das Schiff bis 22.00 Uhr treiben. Die Rudermaschine wird auch abgestellt. Wir genießen den Abend bei Meeresrauschen und Musik. Die Wellen sind immer noch kräftig. Seekrank ist bisher aber keiner geworden. Als wir die Party verlassen, ist der Steward gerade damit beschäftigt, das Gehirn aus dem Schweinskopf zu entfernen. Das stellt eine Delikatesse für sie dar. Wir lehnen dankend eine Kostprobe ab.

Pünktlich um 22.00 Uhr nehmen wir aus unserer Kammer das Anlaufen der Maschine wahr.


Mittwoch, 09.06.2010
Um 5.30 Uhr liege ich wach in der Koje. In der Nacht ist wieder eine Stunde die Zeit zurückgestellt worden. Den dritten Tag hintereinander. Bis zum Frühstück sind es noch 2 Stunden. Die Zeit nehme ich mir zum Lesen.

Norbert geht um halb sieben auf die Brücke. Bei einem Plausch mit dem polnischen Chiefmat erfahren wir daß der Fahrplan geändert wurde. Jetzt werden wir bereits am 20.07.2010 in Hong Kong sein. Das ist vier Tage früher. Aber fest steht nur der Fahrplan bis Oakland. Über den Pazifik kann es sich noch ändern.

Die Ursache liegt bestimmt darin, daß das Schwesterschiff die "San Franzisco" diese Route nicht fährt. Sie kehrt aus dem Asiengebiet nicht mehr zurück. Deshalb ist auch der Schweizer Passagier bei uns an Bord. Von ihm aus war seine Reise zu einem späteren Zeitpunkt mit der "San Franzisco" geplant gewesen. Das wurde gekanzelt und umgebucht.

Nun fährt nur noch die "Zim Ontario" diese Route. Von den Österreichern wurde uns auch mitgeteilt, daß es das einzige Schiff sei, daß aus dem europäischen Gebiet hinüber nach Halifax fahren würde. Sie fahren dann mit dem Fahrrad weiter nach Vancouver. Dafür haben sie ungefähr vier Monate Zeit eingeplant.

Der Kapitän behält Recht. Das Thermometer zeigt nur noch 17° Grad an, dann der Fahrtwind dazu. Es ist ganz schön kühl draußen auf See.

Ich entscheide mich, mit zu dem Rundgang durch die Maschine zu gehen. Der Chief führt heute die drei anderen Passagiere durch die Maschine. In der Karibik soll es dort auch wesentlich wärmer sein. Norbert ist bereits täglich in seinem Element dort unten.

Es ist schon sehr beeindruckend die Ausmaße der Maschine zu sehen. Die Azubiene Conny sitzt beim Teller putzen der Separatoren (Reinigung vom Schwerölschlamm). Das muß jetzt öfters gemacht werden, da wohl das letztemal in New York schlechter Kraftstoff gebunkert wurde. Der Alarm schlägt mehrmals täglich an. Der schlechte Kraftstoff reicht noch für ungefähr 7 Tage. Kraftstoffproben werden immer ins Labor geschickt. Dann erhalten Sie aus Deutschland Anweisungen wie mit der Maschine gefahren werden soll.

Die Österreicher gehen ohne Gehörschutz in den Maschinenraum, danach tun ihnen die Ohren doch weh. Die Führung dauert über eine Stunde. Das Schiff besteht aus zwei Wänden (Doppelhaut) die mit einzelnen wasserdichten Schleusentoren (Schotten) verriegelt sind. Zwischen den beiden Stahlwänden kann man einmal um das Schiff herumlaufen. Sollte einmal eine Wand beschädigt werden, flutet das Wasser nur die eine Schleuse und das Schiff sinkt nicht gleich.

Da es doch recht kühl geworden ist, stellt der Chief endlich die Klimaanlage ab. Der Schweizer kommt schon, wie im Winter angezogen, zum Abendbrot.

Donnerstag, 10.06.2010
Der Seegang ist in der Nacht ruhiger geworden. Wir haben Windstärke 1, die Wellen sind wie in einem Ententeich. Wie immer sind wir vor dem Frühstück auf der Brücke, als der Chief hechelnd ins Offices zum wachhabenden Chiefmate stürzt. Irgend etwas ist im Seewassertank kaputt. Die Maschine muss für die Reparaturarbeit abgestellt werden. Das Seewasser wird zum Kühlen der Maschine und vieles mehr benötigt. Da wir wieder gut in der Zeit liegen stellt das herunterfahren der Maschine kein Problem dar.

Nach dem Frühstück soll es los gehen. Norbert läßt es sich nicht nehmen wieder mit runter zu gehen. Ich nutze die ruhige See, für einen Spaziergang an Deck. Hinten Achtern angekommen begrüßen mich Delphine, die im Wasser spielen. Keinen Fotoapparat dabei, Mist. Die Maschine wird angefahren und es bilden sich Wirbel, daß den Delphinen nicht gefällt, sie ziehen von dannen.

Es wurde ein Ventil im Seetank (Filter) gewechselt, jetzt funktioniert wieder alles.

Man merkt, der Alltag ist eingekehrt. Die Deckscrew (AB) sind zusätzlich zum ständigen sauber machen der Decks mit Süßwasser, mit Rost klopfen und neu streichen beschäftigt. Ich staune nur wie aggressiv das Salzwasser ist, nach einem Jahr hätte ich nicht so viele Roststellen erwartet.
Die Sonne will sich heute auch nicht zeigen. Das soll für den Nordatlantik normal sein. Wir steuern Richtung Neufundland in's Eisberggebiet, hoffentlich ohne Eisberge.

Außerdem ist der Chiefmate mit dem Elektriker, Bootsmann und dem Schiffsmechaniker beschäftigt den defekten Kran der sich auf dem Brückendeck befindet, zu reparieren. Sie brauchen bis in zum Nachmittag mit der Reparatur. Aus dem noch funktionstüchtigen Kran werden Teile in den defekten Kran umgebaut. Nun funktioniert der andere nicht. Da kann man nur hoffen, daß das Schiff auch mit der richtigen Seite im Hafen liegt. Übrigens ist das Schiff von dem untersten Maschinendeck bis zum obersten Peildeck 56 Meter hoch. Die Schiffsschraube wiegt bei einem Durchmesser von 7,90 Metern nur 54 Tonnen.

Ich nutze den Windschatten unterhalb der Brückenbrüstung um ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen, denn leider ist der Atlantik nicht mehr der Ententeich von heut früh. Der Blick ins Meer ist mir von dort auch sicher, daß mit einem vorbei schwimmenden Hai belohnt wird. Auch für die arbeitenden Männer war das eine nette Abwechslung.


Freitag, 11.06.2010
Heute haben wir 4 Stunden weniger als in Deutschland. Herrmann der Schweizer fragte uns, ob es uns auch so geht, daß man die Zeit an Bord vergesse. Er hätte überlegen müssen was für ein Tag heute wär. Er genießt wie wir anderen Passagiere die etwas andere Ruhe. Man ist in den Tagesablauf voll integiert.

Auf die Zwischensnacks, wo es manchmal auch Sahnetorte statt Plätzchen gibt, habe ich persönlich ganz verzichtet. Man kommt ja aus dem Essen nicht mehr heraus. Frühstück 7.30 - 8.30 Uhr, Kaffeepause (Raucher) 10.00 Uhr, Mittag 11.30 - 12.30 Uhr, Kaffeepause (Raucher) 15.00 Uhr und Abendbrot 17.30 - 18.30 Uhr. Den Kapitän sieht man persönlich frühestens zum Mittag, außer an den Tagen wo im Hafen eingelaufen wird.

Wir fahren dicht an der Grenze zum Grand Bank of Newfoundland. Dort wird der Meeresspiegel niedriger. Unter uns ist der Atlantik nicht mehr 3700 Meter tief, sondern nur noch 1650 Meter. In der Bank of Newfoundland ist die Tiefe bis zum Grund nur 48 Meter. Dort gibt es viele Fische.

Am Nachmittag findet eine ausführliche Alarmübung statt. Die Passagiere wurden auf die zwei Rettungsboote verteilt. Erst kommt die Feueralarmübung. Wir schauen zu wie sich Besatzungsmitglieder die vorhandenen Schutzanzüge mit Atemgeräten anziehen und sie auf einem Deck versuchen ein Feuer zu löschen. Danach kommt der Alarm zur Übung, das Schiff zu verlassen. Dann müssen die Besatzungsmitglieder üben, wie man das Schiff von der Rudermaschine aus manuell lenkt. Zum Schluß werden auf dem Schiff Feuerlöschschläuche ausgelegt.

Die Übung dient zur Vorbereitung für die Coast Guard, die in Amerika vom Kapitän erwartet wird. Irgendwie fallen in den letzten Tagen an Bord immer wieder Gespräche über die Coast Guard. Einmal im Jahr wird von der Coast Guard verlangt, daß so eine Übung vor ihnen durchgeführt wird. Sind sie nicht zufrieden (ist schon vorgekommen), daß sie das Schiff an die Kette gelegt haben. Nächsten Tag wird dann das Manöver nochmals abgenommen. Da ist es auch vorgekommen, daß sie vom Koch verlangt haben, daß Schiff manuell über die Rudermaschine zu steuern. Außerdem wird auch das Schiff nach Mängeln abgesucht. Naja, warten wir ab, ob sich der Kapitän zu viel seinen Kopf zerbricht.

Nach dem Manöver geht schlagartig die Wassertemperatur von 14 auf 4 Grad herunter. Das Thermometer zeigt draußen nur noch 8 Grad an. Zum Glück haben wir auch warme Sachen zum Anziehen eingepackt.


Samstag, 12.06.2010
Jetzt haben wir fünf Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland. Das schlechte Wetter hat in der Nacht zu genommen. Die "Zim Ontario" stampft und rollt durch die Wellen des Atlantik. Die Wellen verlaufen nicht in der gleichen Richtung wo der Wind herkommt. Wie das geht kann ich nicht erklären. Aber dadurch drücken die beiden Kräfte das Schiff immer in die andere Richtung. Die Bewegungen sind nicht gleichmäßig. Unser Schraubenwasser, die von der Schraube sonst eine gleichmäßige Linie bildet, ergibt ein zerfahrenes Bild des Schraubenwassers.

Wir erscheinen alle gut eingemummelt beim Frühstück. Der Chief wollte die Heizung anstellen und stellte einen Riß in einer Leitung fest. Wieder eine Reparatur. Irgendwie hat man den Eindruck beim Bau des Schiffes vor einem Jahr wurde viel Pfusch gemacht.

Nachmittags läuft endlich die Heizung. Temperatur draußen 12 Grad und dicker fetter Nebel. Der Mast vorn vom Schiff ist nicht mehr zu sehen. Norbert darf das Typhon (Nebelhorn) bedienen.

Zum Abend ist das Wetter wie ausgewechselt. Es ist kaum noch Wellengang und der Nebel ist weg. Da wir wieder zu früh da sind, nutzen wir das Treiben des Schiffes um den herrlichen Sonnenuntergang, in einer Decke eingemummelt, zu bewundern.

Das österreichische Pärchen ist bereits beim Verstauen ihrer Sachen,denn morgen früh sollen wir in Kanada-Halifax ankommen.

Weiter 5. Woche
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