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Friday, 23. August 2019
   
Conny

 
eine Frachtschiff Weltreise 12.Woche - 05/04/2010 21:03 Letzte Etappe
Zur 1.Woche

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Sonntag 25.07.2010
Bereits vor unserer Reise haben wir den Ausflug nach Macau geplant. Macao soll inzwischen größer als Las Vegas sein. Um nach Macao zu kommen haben wir einen Hubschrauberflug gebucht. Dieser fliegt vom Fährhafen am Victoriapier halbstündlich ab.

Wir machen uns auf. Wir sind zu früh da, deshalb fragen wir nach ob wir eher rüber fliegen können. Es klappt, da die 12 Plätze im Hubschrauber nicht ausgebucht sind.

Auch der Aufenthaltsraum für die Passagiere ist alles andere als normal. Eben für die gehobene Klasse. Wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir das Frühstück im Hotel ausfallen lassen. Der Flug war ein einzigartiges Erlebnis. Bei superklarer Sicht können wir die Landschaft nun auch noch von oben besichtigen. Nach 20 Minuten landen wir in Macao. Ein Gebäude zeigt sich schon von der Luft aus als sehr markant. Es ist gebaut wie eine Kugel wo ein nicht voll ausgeklappter großer Fächer entsteigt. Wie sich später herausstellt, befindet sich dort drinnen ein riesiges Spielcasino.

Wir wollen nicht gleich in ein Spielcasino einkehren. Erst einmal steht auf unserem Plan Macau zu erkunden. Mit einem Shuttelbus kommen wir vom Fährterminal ins Zentrum. Ein Linienbus bringt uns dann zum Macautower der 2001 fertiggestellt wurde. Der 337 Meter hohe Turm hat mehrere Attraktionen. Wir fahren zur Aussichtsplatform in 233 Metern Höhe hinauf. Dort gibt es einen begehbaren Außenring von ca. 1,5 Metern Breite, auf dem man um den Turm herum gehen kann.

Dieser Ring hat kein Geländer und ist bis an die Außenkante begehbar. Man ist nur durch ein Sicherheitsgeschirr und einer Laufleine gesichert. Eine kleine mutige Gruppe wird gerade mit einem Begleiter herumgeführt. Dieser animiert die Gruppe dazu, sich voll auf die Gurte zu verlassen und sich am Rand der Plattform noch in diese nach außen hineinzulegen. Es ist sehr heiß an diesem Tag, wir haben es an die 40 Grad. Ich verzichte gern darauf, da ich nicht weiß, wie mein Kreislauf auf die Höhe und die Sonne reagieren würde. Zu 100 % verlasse ich mich da nicht auf die Gurte. Wir entscheiden, alles muss man im Leben auch nicht haben. Bungeejumping kann man natürlich auch. Wir können auch bei mehreren Sprüngen zuschauen.

Nachdem wir wieder im Zentrum von Macau sind, stellen wir schnell fest, dass sich Macau gut zu Fuß erlaufen lässt. Wir besuchen noch den Leuchtturm und den Rest der alten Stadtmauer. In Macau bist Du gut mit Spanisch und Portugiesisch aufgehoben. Im Gegensatz zu Hong Kong kann man da wenig mit Englisch anfangen.

Am Abend kehren wir dann in das markante Gebäude ein. Der untere Kugelförmige Teil des Gebäudes ist das Casino. In den oberen Etagen befindet sich ein Hotel. Wir haben uns ein Limit gesetzt was wir verspielen können. Die Vorhalle des Casinos ist mit Ausstellungsstücken aus Edelsteinen und Skulpturen aus Gold geschmückt. Wir gehen in den abgesperrten Bereich des Casinos. Ein riesiger Raum mit vielen Spieltischen verbirgt sich dahinter. Wir schauen über die Schultern der Spieler. Unser Problem ist, das wir das Spiel was dort hauptsächlich gespielt wird, nicht verstehen. Das ändert sich leider auch nicht, umso länger wir zuschauen.

Rolltreppen führen in das nächste Geschoss des Gebäudes. Die ist größer, noch mehr Tische. Hier gibt es auch 17 und 4. Das würden wir sogar spielen können, aber inzwischen ist uns das Spielen vergangen. Als wir gesehen haben wie mehrere Leute innerhalb von wenigen Sekunden umgerechnet mehrere hunderte Euro verloren haben. Die Croupiers an den Tischen sehen dazu alle sehr gelangweilt aus. In ihren Gesichtern regt sich keine Mimik und Gestik. Das sieht bei Asiaten nicht gerade einladend aus. Da ist uns das Spielen vergangen. Wir fahren noch ein Geschoss hoch. Hier wieder Tische über Tische. Roulettetische kommen hier dazu. Auffällig ist, das bisher hier in diesem Casino sich keine sogenannten Einarmige Banditen oder andere Spielautomaten befinden. Dafür ist in diesen riesigen Saal eine Bühne, wo in regelmäßigen Abständen mehrere europäische Frauen ihre Tanzaufführung darbieten. Unterhalb der Bühne befindet sich eine riesige Bar. Dort trinken wir zwei Cocktails bevor wir in den nächst höheren Bereich wollen. Dort kommen noch Pokertische hinzu. Noch ein Stockwerk höher sind dann ein paar Spielautomaten. Zusätzlich gibt es hier einen Bereich wo Hunderennen übertragen werden.

Wir schauen uns drei weitere Casinos an. Das Erste war für uns das schönste. Inzwischen ist es schon spät am Abend geworden und wir kehren zum Fährterminal zurück. Wir bekommen Fahrkarten für die Fähre die in 2 Stunden nach Hong Kong fährt. Da haben wir Zeit noch in ein Casino, das sich in der Nähe des Fährhafens befindet, hineinzuschauen. Um 3.00 Uhr sind wir dann wieder in unserem Hotel.


Montag, 26.07.2010
Heute wird ein ruhiger Tag, wir wollen noch einmal hinüber nach Victoria fahren. Dort gibt es auch Märkte die wir noch nicht besucht haben.

Den letzten Tag in Hong Kong nutzen wir, um uns noch einmal verschiedene Sachen in Hong Kong anzusehen. Außerdem müssen wir noch mal zur Polizei um nachzufragen, ob sich die Visakarte vielleicht doch wieder angefunden hat. Leider wurde die Geldbörse nicht abgeben.

Abends noch Packen, denn morgen früh geht es weiter zum letzten Abschnitt unserer Reise, wir fliegen weiter nach Japan.

Dienstag, 27.07.2010
Heute fliegen wir weiter nach Japan. Unsere vorigen Bemühungen einer Schiffsüberfahrt von Hong Kong nach Japan zu bekommen, waren nicht erfolgreich. Zu diesem Zeitpunkt ist leider kein Containerschiff der Reederei in dieser Richtung unterwegs. Wie kommen wir von Hong Kong nach Japan zum Berg? - das war die Hauptfrage.

Unser Flug geht um 8.00 Uhr. Eine Weltstadt wie Hong Kong schläft um diese Zeit noch. Die U-Bahn (MTR) fährt erst ab 6.00 Uhr. Mit der MTR wären wir in einer guten halben Stunde am Airport der neben der Insel Lantau liegt gewesen. Also nehmen wir den Bus. Dieser bringt uns von Kowloon zum Airport. Die Fahrt dauert über eine Stunde, aber mit 23 HKD (ca. 2,30 EUR) sehr preiswert. Im Airport fährt uns eine U-Bahn nach dem Einchecken zu dem Terminal, wo sich das Gate befindet. Der Flughafen ist riesig, da wird der neue Flughafen in Berlin, der sich im Bau befindet, bestimmt ein kleiner Airport werden.

Nach Tokyo gibt es z.Z. keinen Direktflug. Wir haben einen Zwischenstopp in Shanghai. Wir kommen mit Verspätung an. Nur eine Stunde bleibt uns um das Gate für den Weiterflug nach Tokyo zu erreichen. In China ist es nicht so einfach zu einem anderen Gate zu gelangen. Wir müssen uns anmelden, damit uns ein Begleiter durch eine erneute Personen- und Passkontrolle begleitet. Erst dann gelangen wir in das Terminal wo der Flug nach Tokyo starten soll. Der Flug hatte eine Stunde Verspätung als wir in Tokyo ankamen. Bei der Touristeninformation erfuhren wir, dass der letzte Bus nach Kawaguchiko um 20.10 Uhr von Shinjuku (eines der Zentren in Tokyo) abfährt. Wir sollten uns beeilen das wir den Schnellzug nach Tokyo um 18.15 Uhr noch bekommen, sonst ist der Bus weg. Wir hatten den Eindruck dass wir in Deutschland mit den ICE fast in der gleichen Zeit von Berlin nach Hamburg gelangt wären. Der Zug fuhr wahnsinnig schnell. Wir kamen kurz vor 20.00 Uhr im Bahnhof Shinjuku von Tokyo an. Nur wo ist der richtige Ausgang? Hier ist es nicht so komfortabel wie in Hong Kong mit Laufbändern und Rolltreppen. So hasten wir mit Koffern und Taschen kilometerweit über Bahnsteige, Gänge und Treppen.

Dann oben angekommen rechts links und weiter weg alles Busse. Wo ist nur der richtige?

Bis wir die Bushaltestelle gefunden hatten, war es genau 3 Minuten vor Abfahrt des Busses. Und diese fahren pünktlich. Ein netter Japaner half uns schnell die Tickets zu kaufen. Wir suchten uns einen freien Platz im Bus. Wir wurden zurechtgewiesen, dass wir auf den uns zugewiesenen Plätzen zu setzen hätten. O.k.
Nach zwei Stunden kamen wir dann am Bahnhof von Kawaguchiko an. Ein Taxi brachte uns bis zum Hotel.

Mittwoch, 28.07.2010
Am Morgen sahen wir aus unserem Balkon. Wir erhielten einen herrlichen Panoramaausblick. Dieses Bild kam man als einmalig bezeichnen. Das Hotel besitzt 2 Panoramadächer. Man kann den Fujijama in voller Pracht sehen. Er ist nicht von Wolken verhangen. Da wir hungrig sind, haben wir die Fotos nach dem Frühstück verschoben. Das sollte sich aber rächen. Bereits nach dem Frühstück ist der Gipfel vor lauter Wolken nicht mehr zu sehen.

Obwohl Norbert von einem Schnupfen geplagt wird, beschließen wir den Aufstieg nicht auf morgen zu verschieben. Wir beschließen den 20.00 Uhr Bus zur 5. Stadion zu nehmen. Zum Sonnenaufgang wollen wir oben auf dem Gipfel sein.

Also heißt es den Tag ruhig zu verbringen, Sachen packen und Verpflegung kaufen. Vorher wollen wir noch im Hotel zum Abendbrot essen. Vor dem Restaurant werden wir nach unseren Reservierungsschein gefragt. Was, jetzt muss man schon den Tisch vorreservieren ? Wir sollen um acht zum Essen kommen. Da wollen wir aber schon im Bus zum Vulkan sitzen. Sie bekommen es noch hin uns im Restaurant 2 Plätze zu geben. Es dauert fast eine dreiviertel Stunde bis wir unser eingängiges Menü bekommen haben. Inder Zeit konnte man an anderen Tischen das Sushimenü (95,00 EUR) begutachten. Was auffällig war, dass keines der Gänge Sushi mit Reisröllchen beinhaltete, was man aus Deutschland kennt. Der rohe Fisch wurde so serviert, höchstens noch geraspeltes Gemüse dazu, oder der Fisch direkt in den Algenblättern. Nun sind wir gestärkt und die Dame an der Rezeption fragt:

"The Fuji? You want to climb Mount Fuji?"

Die wollen auf den Fuji? Meinen die das ernst. Wir meinen es ernst, das war unser Vorhaben nach der Erstbesteigung von Norbert vor genau 30 Jahren!

Obwohl dieser Wunsch auch für die jungen Damen hinter dem Tresen offensichtlich ungewöhnlich war. Aber nach einiger Zeit hatten wir die Daten. Mit weiteren Unterlagen über den Fujisan - wie er auf Japanisch heißt.

Ein Taxi holt uns zur vereinbarten Zeit vom Hotel ab, um uns zur Busstation zu bringen. Von da aus fahren wir mit dem Nationalpark-Bus zum Endpunkt der Straße, der Station 5 in ca. 2305 m Höhe am Süd-Ost Abhang des Vulkans weiter. Wir erreichen um 21.00 Uhr die 5. Station in 2305 m Höhe.

Die Türen des Busses öffneten sich und wir stiegen aus. Das war also die 5. Station. Ein Touristenauffangbeck en bestehend aus einigen Gebäuden sowie Verkaufsläden mit Besteigungsutensilie n im Angebot: Hölzerne Bergstöcke, die mit einem silbernen Glöckchen und japanischer Flagge verziert waren, Sauerstoff in Dosen mit integrierter Atemmaske, allerlei Andenken-Nippes und – Regenschirme! Hier hatte man an fast alles gedacht!

Wir machten uns marschbereit, indem wir die Stirnlampen aufsetzten, schulterten die Rucksäcke, verließen den verwaisten Parkplatz und schritten in das Dunkel hinein.

Nun waren wir tatsächlich am Fuji!

Die Besteigung des Fujisan, die schon seit Jahrhunderten gepflegt wird, ist eine klassische Bergtour, die vom Ausgangspunkt Fuji-Yoshida über 9 Stationen - das sind Baracken-artige Berghütten - auf den Gipfel in 3776 m Höhe geht.

Hier beginnt der Aufstieg bis zum Gipfel der sich in 3776 Meter Höhe befindet. Wir sind nicht alleine. Es ist angenehmer wegen des Klimas in der Nacht aufzusteigen. Dazu kommt dass man den Fujisan nur in den Monaten Juli und August besteigen kann.

Bis zur 6 Station ist der Weg noch sehr flach. Zum Anfang verläuft der Weg Berg abwärts. Der Vollmond scheint so auf den Weg, dass wir die Berglampen kaum benötigen. Es war ein schönes Gehen in angenehm frischer Luft. Die Stirnlampen warfen ihre gelben Lichtkreise auf den Waldweg und öfters mussten wir großen Wasserpfützen ausweichen.

Kurz vor dem Ende zur 6. Station wird es dann etwas steiler. Nach zirka 40 Minuten kommen wir an der 6. Station in 2.390 Meter Höhe an. Wir erhalten einen Plan über den Weg und die Stationen bis zum Gipfel. Die einzelnen Stationen sind beleuchtet. Man kann die einzelnen Etappen gut erkennen. Der Weg wird jetzt zunehmend steiler. Bis zur siebenten Station sind inzwischen viele Stufen in den Weg angelegt worden.

Bei den Stationen handelt es sich um Hütten, wo man sich für teures Geld für 15 Minuten darin sitzen darf wenn man etwas bestellt. Dies kostet dann 10 EUR extra. Draußen vor den unteren Hütten befindet sich eine Sitzbankreihe, wo man kostenfrei sich hinsetzen darf um sich auszuruhen.

Ab 2600 m ändert sich die Landschaft. Wir haben die Baumgrenze erreicht und vor uns breiten sich dunkelbraune und schwarze Lava-Schotterfelder aus. Geradewegs nach oben zieht, eingerahmt von den Lava Feldern, ein graugrüner Rücken, auf dem sich die Hütten nach oben stapeln. Zunächst geht's aber noch in Serpentinen über Schotter-Gelände, wobei die aufsteigenden Trassen durch massive Mauern gestützt werden - welch ein Aufwand.

Ab der 7.Station (2.700 Meter) wird der Weg steil und besteht aus purem Lavagestein. Dann ändert sich plötzlich das Gelände: felsiges Terrain, es beginnt die Kletterei, öfter mit Klettersteig- Sicherungen. Die Masse der Menschen die hoch wollen nehmen zu. Reisegruppen werden von Führern hinaufbegleitet. Dadurch verlangsamt sich das Tempo, da man nur nacheinander hinaufklettern kann. Wir genießen den herrlichen Ausblick auf die leuchtenden Ortschaften. Es ziehen unter uns vereinzelt Wolken auf. Zum Glück war es nur kalt und nicht nass. Aber der feine Lavastaub, der ständig durch die Windböen aufgewirbelt wurde, konnte einen schon ganz schon nerven.

Falls man doch mal ein kurze oder längere Pause braucht, kann man theoretisch an den kleinen Stationen die sich entlang des Aufstieges verteilt sind, gegen einen größeren Obolus essen, trinken und schlafen - oder sich Brandmarken auf seinen Wanderstock brennen lassen (es ist interessant zu sehen, wie das Trinkwasser teurer wird je höher man kommt).

Es wird windig und umso höher wir kommen wird es sogar stürmisch. Am Rande des Aufstiegspfades kauerten immer häufiger erschöpfte Menschen ungeachtet des aufziehenden Sturmes und rangen keuchend um Atem – manche inhalierten schon an ihren weißen Sauerstoffdosen, die es in den Ausrüstungsläden der Stationen zu kaufen gab.

Uns kommen inzwischen Reisegruppen entgegen die den Weg der als Aufstieg gedacht ist wieder hinabsteigen. Obwohl wir dies hätten richtig deuten können steigen wir weiter den Fuji mühsam hinauf. Man merkt dass die Luft dünner wird. Der stürmische Wind bläst uns immer heftiger den feinen Lavastaub ins Gesicht. Es wird in den Augen inzwischen sehr unangenehm. Auch im Mund hat man die Staubkörner. Zum Glück habe ich meine Sportbrille mit. So kann ich die Augen vor den Staub besser schützen. In den oberen Hütten gibt es nicht mal mehr Sitzgelegenheiten die man nutzen kann. Denn die Sitzbänke draußen werden nicht von den Hütten geschützt. Wir wollen eine Rast in der Hütte Ganso-muro einlegen. Drinnen werden wir daraufhin gewiesen, obwohl viele Sitzgelegenheiten frei sind, dass nur im Schlafraum noch Platz wäre. Ein Platz kostet 55 Euro. Es handelte sich um einen Raum ohne Matratzen. Wir hätten einem Schlafsack dafür bekommen. Also geht es weiter.


Donnerstag, 29.07.2010
Der Gipfel hatte sich in Wolken gehüllt, der Nebel und die Kälte kamen herunter, es fing an zu stürmen. Entgegenkommende Gruppen gaben auf und stiegen wieder ab. Aber nachdem wir nun schon bis etwa 3000 m aufgestiegen waren, wollten wir trotz der Wettersuppe über uns weiter. Die Sicht wird schlechter, der Sturm ist mit Lava durchsetzt.

Obwohl immer mehr den Berg wieder hinabsteigen, beschließen wir bis zur nächsten Hütte noch hinauf zusteigen. Im Dunkeln wollen wir nur mit der Berglampe ausgerüstet, die Klettertour nicht hinuntergehen. Bis zum Abzweig, wo der Weg nach unten beginnt sind es bereits 2 Hütten hinab. Schneefelder sahen wir schon seit einiger Zeit. Der Weg wird durch den Sturm und der dünnen Luft immer beschwerlicher.

Um 2.30 Uhr kommen wir im Fujisan Hotel in der 8. Station in 3.400 Metern Höhe an. Hier nehmen wir 2 Liegeplätze (Schlafsäcke). Wir erfreuten uns des Komforts eines Schlafplatzes in dieser Bergbaracke, (wohlgemerkt kein Zimmer) zum Spottpreis eines Mittelklassehotels in Tokyo anbieten. Die Geschäftsbesitzer am Fuji sind eben extrem geschäftstüchtig und machen unmissverständlich deutlich, dass zahlungsunwillige auch bei Sturm und strömendem Regen keinen Zutritt bekommen.

Also, es handelt sich um einen Schlafraum von zirka 40 Schlafplätzen wo 20 Schlafsäcke ohne Abstand nebeneinander in einer Reihe gelegt sind. Vorhang davor und das war es. Ich mag gar nicht daran denken, wie viele Menschen in diesen Schlafsäcken schon genächtigt haben. Deshalb entscheide ich mich nicht wirklich für das Entkleiden. An Schlafen war auch nicht zu denken. Allein über 2 Stunden brauchten meine Oberschenkel um wieder warm zu werden. In den durchgeschwitzten Sachen fängt man auch an zu frieren. Außerdem konnte man von anderen aus dem Raum nicht nur Geräusche wie Schnarchen auch auf Lavastaub knirschende Gebisse vernehmen. Kurz nach halb sieben werden wir geweckt. Das heißt ab 07:00 Uhr muss man raus sein. Der Spaß kostete pro Schlafplatz 35 Euro ohne Wasser und Komfort. Das war es aber trotzdem Wert, da wir die Hoffnung auf einen Aufstieg bis 3776 Metern noch nicht aufgegeben hatten. Vielleicht haben wir Glück und das schlechte Wetter beruhigt sich genauso schnell wie es gekommen ist.

Morgens 06:30 Uhr, jetzt waren wir auch berechtigt uns in der Hütte hinzusetzen und unseren mitgebrachten Snack als Frühstück einzunehmen. Leider hatte sich in den Stunden das Wetter noch mehr verschlechtert. Jetzt kam zu dem starken Wind und der Kälte noch starker Regen dazu. Die Hütte war in der Wolkendecke drin. Wir konnten nicht einmal ein schönes Foto vom Panorama schießen. Unsere Kamera versuchten wir mit den vorhandenen Tüten wasserdicht zu verpacken und zu schützen. Da die Hütten auch tags über geschlossen sind, beschlossen wir den Abstieg. In der ersten Abstiegskurve merkten wir bereits dass unsere Regenkleidung diesem Wetter nicht gewachsen war. Wir kamen an die Abzweigung wo der offizielle Abstiegsweg begann.

Dann, nichts wie zurück. Vom Kopf bis zu den Füssen sind wir völlig durchnässt. Jetzt immer in Bewegung bleiben bei Kälte, Sturm und Regen. Der Felsrücken scheint uns jetzt doch sehr schwierig zu sein. Der ist nicht so mit klettern verbunden wie der Aufstieg, aber durch den Regen war der Lavagesteinsweg sehr rutschig. Vorsicht, nur kein Unfall.

Völlig durchnässt kamen wir gegen Mittag an der 5. Station an. Die Bushaltestellen sind auf so ein Wetter nicht vorbereitet. Keine Chance, weg zu kommen oder auch nur einen Sitzplatz zu finden. Menschenmassen mussten weiter im strömenden Regen auf ihren Bus warten. Hier gab es keine Reservierungen, wie es sonst üblich ist. Sondern anstellen in einer Reihe. Wer Pech hat muss noch eine Stunde auf dem nächsten Bus warten. Gemeinschaftlich zittern die Menschen um die Wette. Wir kommen völlig durchgefroren im Hotel an. Noch eine heiße Dusche und dann ins Bett.

Am späten Nachmittag werden wir wach. Es regnet noch immer. Unsere Kleidung ist völlig durchnässt. Diese muss erst einmal trocknen. Wir sind für den Rest des Tages deshalb an das Hotel gebunden. Wir wollen nicht noch einmal durchgeweicht werden. In der Lobby bestellen wir unser Abendbrot vor, schließlich haben wir von gestern gelernt. Ohne Vorreservierung keinen Platz im Restaurant. Die Gerichte müssen bei der Reservierung schon mit angegeben werden. Das Essen kann ja dann nicht mehr so lange dauern. Denkste, nach einer halben Stunde hatten wir noch nicht einmal die Getränke. Wir beschlossen, da wir doch Hunger vom Bergerlebnis hatten, bei leichtem Regen uns etwas zu Essen bei den nicht weit vom Hotel entfernten Einkaufsladen zu holen. Beim losgehen lief uns die Kellnerin aus dem Hotel hinterher, dass jetzt unser bestellter Tee da wäre. Wir ließen uns von dem Vorhaben zum Lebensmittelladen zu laufen aber nicht abbringen. Dort besorgten wir unser Abendbrot. Als wir nach 10 Minuten wieder dar waren, stand sie immer noch wartend vor dem Hotel. Wir erklärten ihr, dass es kein Service sei, wenn wir nachmittags das Essen schon bestellen müssen, noch eine Stunde dann auf die Zubereitung zu warten hätten. Wir nahmen unser Abendbrot dann auf dem Zimmer ein. In der Zeit klopfte es noch öfters an unsere Zimmertür. Wir hatten aber keine Lust mehr zum diskutieren. Danach fielen wir müde ins Bett. Der Fujisan war den ganzen Tag vom Hotel aus nicht zu sehen, als ob es den gesamten Vulkan gar nicht gäbe.


Freitag, 30.07.2010
Wir gehen zum Frühstück. Von da aus kann man beim guten Wetter sehr gut den Fujisan sehen. Man kann den vielen japanischen Gästen die Enttäuschung buchstäblich von den Augen ablesen. Es ist nicht einmal ein Hauch vom Vulkan zu erkennen. Manche raten in welcher Richtung der Fuji zu sehen sein sollte. Die Japaner reisen sehr viel nur für eine Nacht an, das heißt abends einchecken und nach den Frühstück wieder weiter. Sie haben nur wenig Urlaub im Jahr.

Jedenfalls regnet es heute nicht mehr. Zwar sind ziemlich viele Wolken am Himmel, aber wir starten trotzdem. Schließlich wollen wir noch etwas von der schönen Umgebung sehen. Da unsere Beine doch noch recht müde sind, machen wir erst einmal eine Rundfahrt in einem Linienbus. Der Bus fährt um die beiden benachbarten Seen. Die Landschaft ist traumhaft schön, doch vom Tourismus ist nicht viel zu spüren. Auch für die Japaner ist im Juli und August die Hauptsaison der Reisen. Die Anlagen sind leer. Das Schwimmbad ist zugewachsen und steht seit langem leer. Viele abgedeckte Boote an den Ufern, aber auf den Seen, so gut wie gar keine zu sehen. Jedenfalls hat diese Gegend schon vor längerer Zeit bessere Zeiten erlebt.

Am Bahnhof werden wir dann raus geworfen, hier ist Endhaltestelle. Wir reservieren gleich die Busfahrt für den nächsten Tag nach Tokyo. Wir schauen uns noch das beschauliche Örtchen an. Der Himmel klärt sich weiter auf und die Sonne kommt raus. Am Nachmittag kann man den Fuji, zwar wolkenverhangen, aber wieder sehen.

Am Abend können wir beim Abendbrot von Balkon unseres Hotelzimmers die beleuchteten Hütten am Fuji gut erkennen. Heißt die Lichter sind zu sehen. Jetzt wissen wir an welcher Seite des Vulkans wir aufgestiegen sind.


Sonnabennd, 31.07.2010
Es ist der letzte Tag vor unserem Rückflug nach Berlin. Wir haben eine Übernachtung noch in Tokyo. Unser Bus fährt um 10.00 Uhr. Die Fahrt dauert nach Tokyo 2 Stunden. Wir können jetzt noch mal die herrliche Landschaft auf uns wirken lassen. Ich habe schon einmal im Plan nachgeschaut, wie wir zum Hotel kommen. Das Hotel liegt zum Glück unmittelbar an einer zentralen Bahnhaltestelle. Tokyo ist eine riesige Stadt.

Auffällig ist, dass es in Japan so gut wie keine Mülltonnen für Müll gibt. Selbst auf den Bahnhöfen wird man seinen Müll nicht los. Die Bahnhöfe haben kaum Fahrstühle oder Rolltreppen. Wie behinderte Menschen sich dort von einem Ort zum anderen bewegen ist uns nicht erklärlich. Ein krasser Gegensatz zum fortschrittlichen Hong Kong. Wir sind etwas enttäuscht von Japan. Hier scheint wirklich die Zeit stehen geblieben zu sein.


Am Nachmittag fahren wir zurück nach Shinjuku. Dort ist auf einer Seite das Geschäftszentrum mit Banken etc. Und auf der anderen Seite sollen viele Einkaufsmöglichkeite n sein. Als wir aber aus den Bahnhof raus kommen, befinden wir uns mitten in einem Straßenfest. Eine große Straße ist abgesperrt. Einen Raum für 5 große Flächen sind geschaffen worden. Auf jeder der Fläche Tanzen zirka 50-100 Personen. Dabei trommeln Sie bei diesen steifen langsamen Bewegungen. Kinder, Frauen und Männer tanzen in ihren Trachten (Kostümen) den einheitlichen Tanz. Man bekommt einen Eindruck von Japans Disziplin. Trotz das die Bewegung relativ langsam sind muss die Körperspannung die in der tanzenden Menschen gehalten werden enorm hoch sein. Wir können es leider miterleben wie ein Tänzer mitten in der Aufführung mit Beinkrämpfen zusammensackt. Erholen tut er sich leider nicht davon. Selbst Eisspray hilft nicht. Es ist für uns nochmal ein besonderes Erlebnis das sehen. Der Besuch in den Geschäften lohnt sich nicht. Wir müssen davon ausgehen, das sich das Einkommen in einen wesentlich anderem Verhältnis zu Deutschland verhält. Jedenfalls sind die Preise um das mehrfache teurer als in Deutschland. Für eine 0,5 Liter Flasche Wasser wird Standardmäßig 1,20 EUR Minimum verlangt. Dabei hat der Preis keinen Unterschied zum Automaten, der in Japan überall rum steht. Eine einfache Eieruhr (10 cm Größe, aus Holz, innen Glas mit Sand) sollen wir umgerechnet 20 Euro bezahlen. Selbst für das Frühstück im Hotel wird 20 Euro pro Person verlangt.

Zum Abschluss kehren wir noch in einem japanischen Sushirestaurant ein. Wir probieren viele Sachen aus. Ein Japaner der neben mir am Band sitzt schafft es in nur 5 Minuten 12 angerichtete Teller mit je 2 Sushis zu verspeisen. Aber nicht wie in Deutschland mit Stäbchen sondern mit den Fingern. Wir haben zu zweit diese Menge in bestimmt der dreifachen Zeit geschafft.

Wir kehren ins Hotel zurück. Noch die Busfahrt zum Airport reservieren und dann ins Bett.

Sonntag, 01.08.2010
Wie überall in Japan gibt es für alles Scheine und Reservierungen. Also wir erhalten für unsere Koffer Scheine wie im Flugzeug. Diese werden wieder beim Aussteigen am Airport vom Busfahrer eingesammelt (Hotelbus fährt nur zum Airport). Unser Rückflug ist mit der Lufthansa. Da gibt es aber gewaltige Unterschiede. Waren wir von den Flügen mit der Lufthansa bisher von den Services nicht überzeugt, wurden wir diesmal eines anderen belehrt. Es war ein überzeugender guter Service an Bord. Sogar das Besteck war aus Metall. Getränkeangebot war den gesamten Flug gegeben ohne das man was hinzu bezahlen musste.

Nach 13 Stunden Flug hatte uns Deutschland wieder. Noch einen kurzen Flug nach Berlin.
Am Flughafen Tegel wurden wir dann herzlichst in Empfang genommen.

Bis zum nächsten mal
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