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Friday, 23. August 2019
   
Conny

 
Hanjin Amsterdam Teil 6 - 12/12/2012 16:04 Suezkanal

Dienstag, 11.12.12
Heute ist es soweit, wir werden den Suezkanal durchfahren. Für mich ist es das zweite Mal das ich den Kanal durchfahre, dagegen für meinen Seebär bereits das zehnte Mal.
Der Suezkanal ist ein 163 Kilometer langer Kanal der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet und damit eine wichtige Abkürzung auf dem Schiffsweg zwischen Europa und Asien darstellt, da die Schiffe ansonsten Afrika umfahren müssten. Der Suezkanal beginnt bei der Hafenstadt Port Said und endet im Roten Meer bei der Stadt Suez, die dem Kanal ihren Namen gab. Gleichzeitig bildet der Kanal eine Trennung zwischen Ägypten und der Halbinsel Sinai und somit auch die Grenze zwischen Afrika und Asien.
Die Arbeiten am Suezkanal dauerten fast 10 Jahre, vom 25. April 1859 bis zum 18. März 1869. Er kann nur von einer Richtung aus durchfahren werden. Grund hierfür ist die geringe Breite, die an der Wasseroberfläche zwischen 280 Meter im Süden und 345 Meter im Norden liegt. Auf dem Grund des 22,5 Meter tiefen Suezkanals liegt die Breite zwischen 195 und 215 Metern. Der Kanal hat deshalb drei Bypässe von insgesamt 78 km Länge: Port Said Eastern Entrance, Ballah By-Pass, Grosser Bittersee mit Wartezonen.
Unsere Durchfahrt beginnt mit dem Auslaufen aus dem Hafen in Port Said. Morgens um 6.30 Uhr ist der Lotse an Bord und wie legen ab. Die Sonne geht gerade über der direkten Einfahrt in den Suezkanals (rechts von uns) auf. Das Thermometer zeigt 11 Grad.
In der Kabine läuft der Heizlüfter, da die Klimaanlage, die dank des Chiefs schon läuft, seine Wirkung zeigte. Spätestens morgen werden wir dafür aber dankbar sein. Mein Seebär darf die Fahnen auf dem Peildeck hissen. Wir befinden uns bereits in den Bypass Eastern Entrance, der zur Entlastung des Hafens und als Zufahrt zu dem neuen östlichen Hafen dient. Wir können genau die richtige Zufahrt in den Kanal sehen. Es sieht so aus das unser Schiff den zweiten Konvoi Richtung Suez anführen wird.
Die Durchfahrt des Suezkanals kann zwischen 11 bis 16 Stunden benötigen. Um hier die Kapazität zu vergrößern, wird der in der Mitte des Suezkanals gelegene Bittersee als Wartezone genutzt, in der sich Schiffe kreuzen können. In einem kompliziert anmutenden Begegnungssystem wartet der erste Konvoi aus der Richtung Port Said im grossen Bittersee und der Zweite im Ballah By-Pass auf den Gegenverkehr, während Konvoi aus der Richtung Suez von Süden aus ohne Halt durchfährt und den Kanal in Port Said durch den östlichen By-Pass verlässt. Im gesamten Kanal besteht Lotsenpflicht. Für jede Fahrt sind vier Lotsen zuständig. Von Port Said fahren täglich zwei Konvois ab. Von Port Taufiq/Sues fährt täglich ein Konvoi ab.
Um 8.00 Uhr vereinigt sich der Suezkanal mit dem von Port Said direkt nach Süden führenden Hauptkanal, wo wir das erste Schiff des Konvois bilden. Hinter uns liegen jetzt ca. 18 km. Der Suezkanal wird auch Marlborokanal genannt, da ohne Bestechung der Leute mit den Stangen Zigaretten eine Durchfahrt überhaupt nicht möglich wäre. Alleine gestern dienten 30 Stangen dafür, heute sind nochmal 14 Stangen geplant. Verweigert man sich die Stangen Zigaretten herauszugeben, wird größerer Schaden angerichtet, als das es Wert ist. So kappen die Schlepper zum Beispiel die Seile durch.
Wir entscheiden uns fest eingemummelt mit drei Schichten Kleidung, unseren bereits ausgeguckten Platz auf der Back einzunehmen, genau auf der Spitze der Back. Wie vermutet wurde dort inzwischen der Suezscheinwerfer aufgebaut. Aber eine Seite daneben hat mein Seebär Platz und ich nehme die andere Seite. Nun noch die Füße raus und unter uns ist nur noch das Wasser vom Suez zu sehen. Hier hat man die beste Aussicht, aber kalt. Wir sind in der Wüste und müssen uns warm anziehen. Der Wind pfeift durch alle Ritzen.
Auf der einen linken Seite können wir reine Wüstenlandschaft bewundern, dagegen die rechte Seite ist bebaut und am Ufer entlang führt eine Eisenbahnlinie. Die Landschaft hat sich gegenüber vor 4 Jahren sehr verändert. Wir erreichen den Ort El Quantara. Fähren für Fußgänger und Kfz führen über den Kanal, dadurch werden die beiden Hälften des Ortes miteinander verbunden. Insgesamt gibt es 14 Fährverbindungen mit 36 Fährschiffen (Auto- und Personenfähren). Die linke Seite des Ortes gab es vor vier Jahren noch nicht, dort war reine Wüstenlandschaft. Hinter dem Ort liegt die Friedensbrücke. Vor 4 Jahren fragte ich mich, was für einen Sinn eine Brücke in dieser Größe hier macht, wenn eine Seite nur Wüste ist.
Bevor wir in der künstlich angelegten Weiche, dem sogenannten Ballah By-Pass festgemacht werden können, überquert die vierspurige Mubarak -Friedensbrücke den Kanal in 70 m Höhe. Sie ist damit 2 m höher als die maximale Höhe der Schiffe. Sie wird jetzt auch etwas mehr genutzt als vor 4 Jahren. Da die Brücke mautpflichtig ist, weichen die Einheimischen weiterhin auf die kostenlosen Fähren aus.
Nach ca. 33,5 km erreichen wir nun den Ballah By-Pass, der mit einer Länge von 10 km den früheren Ballahsee ersetzt. In der Mitte wurde er mit Sand gefüllt, so dass jetzt eine Wüsteninsel den Kanal in zwei Kanäle teilt. Das Wasser ist strahlend blau. Wir werden fast am Ende des rechten Kanals durch die Suezcrew an der Wüsteninsel festgemacht. Es können hier ca. 6-8 Schiffe festgemacht werden. Hier warten wir auf den entgegen kommenden Konvoi.
Die Passagegebühr für die Grösse eines Schiffes wie die Hanjin Amsterdam beträgt 300.000 USD fuer eine Durchfahrt. Dieses Schiff kann eine Ladung von über 5.600 halben Container aufnehmen. Oberhalb ist sie jetzt mit 5 Lagen Containern beladen. Bis zu 8 Lagen wären möglich.
Das erste Schiff vom anderen Konvoi fährt um 11.30 Uhr an uns vorbei. Es hat eine Struktur wie die durchfahrenden Schiffe aneinander gereiht sind. Als erstes fahren die großen Containerschiffe, dann kommen die Öltanker, danach mit Schlepperbegleitung die Gastanker und dann die ganzen Nachzügler. Es sieht aus als fahren die Schiffe durch den Wüstensand. Die Sonne geht über der Wüste unter. Es nimmt kein Ende, immer wieder taucht ein neues Schiff in der Kanalkurve auf, es müssen an die 40 Schiffe gewesen sein.
Unser Schiff wird gegen 17.30 Uhr los gemacht und zur Weiterfahrt vorbereitet. Es ist stockfinster. Auf der Back wird der Suezscheinwerfer auf den Kanal ausgerichtet. Eine Gruppe von Möven, die immer mehr werden, nutzt das Scheinwerferlicht um Fische zu fangen. Sie stürzen sich Kopf über ins Wasser. Insgeheim denke ich bloss, ich möchte dieses große Schiff jetzt nicht in dieser Finsternis steuern. Die Schiffe hinter uns können sich noch an uns orientieren. Die Hanjin Amsterdam führt den Konvoi von 5 Schiffen an.
Es dauert nicht lange dann fahren wir durch die geöffnete El-Ferdan-Brücke, sie ist mit 340 m Spannweite die längste Drehbrücke der Welt. Sie ist zum Glück beleuchtet.
Nach weiteren 32 km erreichen wir die ineinander übergehenden Bitterseen. Sie haben zusammen mit dem zugehörigen By-Pass (führt zum Wartezonenbereich des ersten Konvois) eine Länge von ca. 40 km. Die gesamte rechte Seite der Seen sieht aus wie ein Haufen von Lichterketten ohne Unterbrechung. Leider waren wir auch diesmal nicht im ersten Konvoi und ich konnte die Bitterseen nicht im Tageslicht mir ansehen. Ich wollte mir mal einen Eindruck bilden, wie es 1967-1975 hier gewesen sein muss.
Bei der Sperrung des Kanals für die Schifffahrt im Jahr 1967 (Sechstagekrieg) wurde eine Gruppe von 14 Schiffen in den Bitterseen festgesetzt. Die Schiffe konnten diesen erst nach acht Jahren, 1975, wieder verlassen. Darunter waren auch zwei deutsche Schiffe.
Sollte sich für mich noch einmal die Gelegenheit bieten, durch den Suez zu fahren, dann nur noch in die andere Richtung. Dann sind mir die Seen sicher.
Nun zum Endspurt, bis zum Ausgang aus dem Suezkanal sind wir noch ganze 27,25 km entfernt, der befindet sich in Port Taufiq unmittelbar neben dem Hafen von Suez.


Weiterlesen: Hanjin Amsterdam Teil 7
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