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Friday, 06. December 2019
   
Conny

 
Hanjin Amsterdam Teil 16 - 22/12/2012 09:18 vor der Malakka Str

Freitag, 21.12.12
Die Nacht haben wir sehr unruhig verbracht, die See war sehr rau. Ich werde zwar nicht seekrank, aber ich kann mit meinem Fuss keinen Anker auswerfen, da ich hinter meinem Seebär an der Wand schlafe. Das stärkere Rollen des Schiffes hatte zur Folge, dass auch ich mich automatisch mit rollte. Das nervte.
Früh um halb vier schimmerten die Sterne durch die Wolken und man konnte an Hand der vielen Lichter der anderen Schiffe sehen, wie sich unser Schiff bewegt. In diesem Abschnitt ist hier viel los an anderen Schiffen.
Der morgendliche Blick auf der Brücke zeigt, dass wir uns im Ben of Bengal Richtung Sumatra befinden. In der kommenden Nacht wird die Hanjin Amsterdam Sumatra oberhalb erreichen. Dann ist die Straße von Malakka, die uns nach Singapur führt, nicht mehr weit. Geschätzte Zeit morgen früh um 8.00 Uhr. Sie führt zwischen Malaysia und Sumatra durch. Dort hat Hanjin vorgegeben, das die Maschine mit einer 62 % Auslastung fahren soll. D.h. wir werden dann langsamer fahren. Wir erfahren vom Kapitän, dass er auch morgen früh den Store bis Hong Kong zu macht, das heißt für uns noch einmal kalkulieren, was wir noch an Getränken bis zum Abstieg brauchen werden. Als ich meinte, dann werden wir noch eine Kiste Bier brauchen, obwohl gerade eine bestellt wurde, sagte er zu uns, wir sollen nicht so viel trinken. Da schaute ich ihn fragend an, ob er glaubt, dass wir die bestellten Kisten alleine ausgetrunken hätten. Ich klärte ihn auf, dass diese in dem Crewraum landen und evtl. auch noch eine Abschiedsparty für die absteigende Philippiner in Hong Kong geplant sei. Er war auch sehr erstaunt, dass der Chief dort regelmässig unten seine Abende verbringt. Das wäre sonst wohl nicht üblich.
Es ist schon merkwürdig, wie man das hier mitbekommt, dass die Kommunikation zwischen Kapitän, Chiefmate und der restlichen Crew nicht so Recht funktionieren will. Also nicht nur zu den Passagieren. Wir erfahren ja sehr viel, da wir uns zum morgendlichen Kaffeetime im Ladebüro mit einfinden. Die anderen drei Passagiere wissen davon nichts. Mein Seebär kennt das noch von früher, die Gepflogenheiten an Bord und von den letzten zwei Reisen wissen wir das auch noch. Da es indirekt zum Austausch von Mitteilungen vom Schiff dient, sind da eigentlich keine Passagiere erwünscht. Vom Seebär wissen sie, dass er früher auch zur See gefahren ist.
So teilen wir es der Azubiene mit, dass der Store zu gemacht wird. Sie sagte nur darauf, das hätten wir dann am nächsten Morgen (nach Schliessung des Stores) früh erfahren. Den Store würde er dann erst nach dem ganzen Stress im neuen Jahr wieder öffnen. Es betrifft ja nicht nur Bier und Wein, sondern auch Wasser und das andere. Sie wird die Mannschaft darüber informieren.
Die Philippinische Besatzung an Bord bekommt jeden ersten des Monats 20 % ihres Lohnes an Bord bar ausgezahlt. Der Rest geht direkt an die philippinische Familie daheim. Das gefällt den Jungs hier an Bord gar nicht, da es in den asiatischen Raum üblich ist, sobald Geld da ist, wird es auch ausgegeben, anstatt zu sparen. Vor zwei Jahren wurden noch 50 % an Bord ausgezahlt. Für den Kapitän ist es jetzt angenehmer, er muss nicht mehr so viel Bargeld an Bord haben wie früher. Die Abrechnungen der eingekauften Getränke, will er noch vor Singapur fertig machen.
Drei der Besatzungsmitglieder haben gar keinen Einkauf. D.h. sie trinken dann selbst das aufbereitete Wasser aus der Leitung, was hier auf dem Schiff selber produziert wird. Ansonsten, das was allgemein immer bei den Abenden zur Verfügung gestellt wird. Da muss man dann die Philippiner ausbremsen, denn selbst wenn die Flasche noch dreiviertel voll hat, oder auch das Weinglas noch sehr gefüllt ist, werden schon Getränke nachgereicht.
Wir fahren 18-19 Knoten und die Luft erreicht bei Regen 28 Grad. Die Windstärke beträgt 6-7 und die Wellenhöhe liegt bei 6.
Mein Seebär macht es heute richtig, er hatte gestern nochmal den Chief gefragt und darf sich heute alleine frei in der Maschine bewegen. Da hat der Chief doch wieder Jemanden glücklich gemacht. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätte man meinen Seebären doch nicht machen können. Selbst das Mittagessen vergisst er fast, für die Maschine. Er kommt eine halbe Stunde zu spät. Bis auf die Wache waren die gesamte Maschinencrew und der Chief schon beim Mittag. Ich kann die Leidenschaft hinsichtlich der Maschine nicht mit ihm teilen, er hat sich über zwei Stunden bei 37 Grad da unten herumgetrieben.
Ich habe die Zeit für mich. Auf dem Radar oben auf der Brücke sind viele Schiffe im Umkreis zu sehen. Gegen Mittag beruhigt sich auch wieder der Himmel und ein Spaziergang an Deck ist wieder möglich. Auf zu meinen Lieblingsplatz und die Weite und Ruhe des Indischen Ozean geniessen. Es wechselt sich Regengebiet mit schönem Sonnenschein ständig ab. Genauso verändert sich heute der Wellengang fast stündlich.
Am Nachmittag erreichen wir auf der Backbordseite Nicobar Island. Leider zu weit weg für dieses wechselnde Wetter. Die Regengebiete liegen genau darüber. Dafür ein wunderschöner Regenbogen, der erst auf der Steuerbordseite, dann auf der Backbordseite im Meer verschwindet.
In Singapur soll die neue Satellitentelefonanl age kommen. Aufbauen soll die Mannschaft es selber, mit entsprechenden Aufbau und Anbringung der Antenne auf dem Peildeck. Wird bestimmt lustig, da hier keiner die entsprechende Ausbildung dafür hat. Es soll dazu ein entsprechender Fuß gefertigt werden, der dann auf das Deck montiert wird. Zum Schweißen im Hafen wird immer eine extra Erlaubnis gebraucht.

Weiterlesen: Hanjin Amsterdam Teil 17
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