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Monday, 26. August 2019
   
Jürgen A.

 
Eisbärenfrauen - 16/04/2008 15:03 Eisbärenfrauen werden nicht verkauft !

In den Jahren 1968 und 1969 machten wir mit dem MS „Wilhelm Florin“, einem der stolzen Schiffe der Deutschen Seereederei Rostock, auf jedem Törn im Hafen von Djidda fest. Manchmal mehrmals pro Törn.
Zu dieser Zeit gab es nur eine einzige alte Holzpier, an der auch nur zwei 10.000 Tonner gleichzeitig liegen konnten. Mehr Platz war einfach nicht.
Es war an einem Sonntag, zwischen Mittagessen und Coffeetime, eine jener tristen Zeiten, an denen auf der Pier nichts los war. Alles verkroch sich vor der brütenden Hitze, wenn er es konnte. Die Hunde auf der Pier lagen im Schatten und dösten vor sich hin. Mir machte die Hitze fast nichts aus, hatte mir ein Luftgewehr geholt und schoss auf die Ratten, die in unzähliger Anzahl unter der alten Holzpier hausten. Bei jedem Volltreffer hörte man unter der Pier ein klatschendes Geräusch. Danach plätscherte es. Die Haie hatten das Kroppzeug gefressen. Nach einer Weile war auch das keine Zerstreuung mehr. Ich ging mit dem Knicker zurück in meine Kammer. Der arabische Wachmann, der aufgrund der schon damals herrschenden strengen Prohibition - wir mussten ja sogar unser hochprozentiges Rasierwasser in der Transitlast unter Verschluss nehmen – strengstens darauf zu achten hatte, das keiner an Bord Alkohol trinkt, sah mich jetzt mit einer etwas freundlicheren Miene an, als ich ohne Luftgewehr wieder an Deck erschien.
Ich stellte mich jetzt auf dem Quasseldeck zur mitreisenden Ehefrau unseres Eisbären. Der hatte noch voll zu tun. Denn unsere Ladung, ca. 300 Tonnen tiefgekühlte Hähnchen, war noch nicht komplett gelöscht. Wir beide redeten über dies und das. Vor allem darüber, was man am besten gegen diese Hitze tun könnte. Ab und zu fuhr einer der saudischen Scheichs auf der Pier entlang. Hinter verdunkeltem Glas, in einem amerikanischen Straßenkreuzer. Es war immer nicht viel zu erkennen. Die Scheiben waren geschlossen wegen der brütenden Hitze, die von der gleich hinter der Stadt beginnenden Wüste unbarmherzig bis zu uns in den Hafen drang. Die großen, meist amerikanischen Autos der Scheichs, hatten schon zu dieser Zeit alle eine Klimaanlage.
Dann kam einer dieser übergroßen Wagen mit offenem Verdeck daher. Es war schon von weitem zu sehen, dass mehrere Personen im Wagen saßen. Als sie allmählich näher kamen, erkannten wir vorn zwei Männer, und dahinter im Fond, drei verschleierte Frauen. Es wird wohl wieder einer dieser Scheichs sein, sagten wir – die Eisbärenfrau und ich - . Mit seinem Fahrer und seinen drei Lieblingsfrauen war es dann auch wirklich so. Als sie sich dicht genug an unserem Schiff befanden, entdeckte der Sohn der Wüste die Frau unseres Eisbären. An und für sich nichts ungewöhnliches für ihn, eine europäische Frau zu sehen. Sie war aber so ein typisches deutsches Rasseweib, wie aus dem Bilderbuch: Lange hellblonde Haare, vollbusig und das Gesicht eines Engels. Bei der sengenden Hitze stand sie nur mit einer kurzärmligen Bluse und kurzen Hosen an Bord. Der Scheich konnte seine Augen von ihr nicht mehr abwenden. Er ließ den Fahrer das Auto direkt zu unserem Schiff steuern. Er sah immer nur zur Eisbärenfrau. Der Fahrer stoppte den Wagen direkt an der Gangway.
In mir kam so eine Ahnung auf, was jetzt gleich passieren würde. Meine Langeweile war sofort wie weggeblasen. Ich rannte zum Eisbären und sagte ihm, wenn er sein Weib loswerden wolle, wäre jetzt der beste Zeitpunkt. Der fragte natürlich, ahnungslos wie er noch war, was denn das für ein Blödsinn sei. Ich sagte ihm er solle nicht lange fragen, sondern schnellstens mitkommen.
Dabei war das gar nicht so ein Blödsinn. Auf einer unserer gemeinsamen Seetörns – seine Angebetete war zu Hause in Thüringen - , so nach ein paar kleinen Whiskys, sagte er zu mir: “Es wäre doch gar nicht so schlecht, wenn man seine „Alte“ loswerden könnte, wenn man es wollte, Oder?“
Unterwegs schilderte ich ihm kurz und knapp die Lage. Als wir vom Kühlmaschinenraum an Deck kamen, war der Scheich mittlerweile schon die Gangway nach oben an Bord gekommen.
Dieser bot doch dem Eisbären tatsächlich an, ihm seine Frau zu verkaufen. Ein ganz normales Geschäft für einen Saudi damals in Arabien. Aber doch wohl nicht für uns deutsche Jungs. Unser Eisbär wehrte dieses Ansinnen natürlich heftigst ab.
Dann schlug der Saudi dem Eisbären in seinem zerquetschten Englisch vor, doch zu tauschen. Eine seiner verschleierten Frauen gegen die eine Blondine. Er könne sich eine seiner verschleierten Suleikas nach Begutachtung auch aussuchen. Dem Eisbären verschlug es fast die Sprache. Und lehnte auch den Handel ab.
Der Saudi steigerte sich weiter, er wolle ihm in diesem Falle, weil die Blondine ja auch wirklich schön sei, sogar alle drei Lieblingsfrauen gegen seine eine geben. Der Eisbär blieb dabei: „Nein!! Die gibt’s nicht, die bleibt bei mir an Bord“.
Der Scheich legte noch einen drauf, er gäbe ihm auch noch den vollklimatisierten Straßenkreuzer dazu. Unserem Eisbären schwoll der Hals. Der Saudi musste doch mal begreifen, seine Frau gibt er unter keinen Umständen her. Nicht für zwanzig verschleierte Suleikas und vierzig Straßenkreuzer! Der Saudi verstand die Welt nicht mehr, wie der Eisbär sich so ein, nach seiner Meinung, super Geschäft entgehen lassen könne.
Er fragte noch mehrmals, verständnislos mit dem Kopf schüttelnd ob des sturen Neins auf jedes seiner Angebote, bevor er heftig kopfschüttelnd und laut, aber unverständlich, vor sich hin schimpfend, endlich wieder unser Schiff verließ.
Eisbärenfrauen werden nicht verkauft oder getauscht. Wir haben später immer wieder herzhaft über diese Begebenheit gelacht.
Ich verstand bloß die frühere Bemerkung vom Eisbären zum „Loswerden seiner Alten“ nicht mehr.
Sollte da vielleicht wirklich nur der Whisky der Vater des Gedankens gewesen sein – oder der Klabautermann?
Diese Geschichte ereignete sich im Zeitraum der Jahre 1968/1969 so an Bord des MS „Wilhelm Florin“. Aufgeschrieben von mir (Jürgen A.) aus der Erinnerung im Oktober des Jahres 2005. Auf dem MS „Wilhelm Florin“ war ich zu dieser Zeit als Maschinenassistent angemustert.
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