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DSR Reederei Seeleute Schiffsbilder
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Thursday, 24. January 2019
   

53. KiB – DSR Seemannsgarn bei Sonnenschein

Erster Klönsnack auf der Back - die Sonne lacht - wie für uns gemacht...

... Wolodja winkte mir fröhlich entgegen, stolz darauf, dass er für uns frei bekommen hat. In unser Runde trafen wir uns an Deck bei hochsommerlichen Temperaturen. Unsere DSR Reederei Flagge war gehisst, die Eier nach Wahl bestellt! Gut gelaunt stießen wir mit kühlem Bier auf den Feierabend an.

Ich erzählte von meinem Privatbesuch auf dem Traditionsschiff und Günther vom MS Bussard Treffen, was am gleichen Ort auf dem Likedeeler stattfand. Reinhard Lachs war an Bord des alten MS Dresden, ein ausgezeichneter Geschichtenerzähler. Sein Seemannsgarn, von mir noch einmal wiedergegeben, entfachte einen regelrechten Wettbewerb an unserer Back. Jeder kannte Geschichten, wie gemein wir doch damals Lehrlinge und Passagiere hereingelegt hatten. Zuerst die Typ-IV Geschichten:

Der Kapitän hielt um 13:00 Uhr seinen Mittagsschlaf. Um peinlichste Ruhe war zu sorgen! Die Lehrlinge wurden vom Bootsmann auf die Back beordert – Poller richten! Der Steuerbordpoller hatte sich nach dem letzten Anlegen um einige Zentimeter verschoben. Entsprechende Maße waren mit schwarzen Linien bereits an Deck aufgezeichnet. Diese richteten sich nach der Flucht des Backbordpollers. War doch gut vom Bootsmann erklärt! Mit schweren Mokern schlugen die Lehrlinge auf den Poller ein und die halbe Besatzung beobachtete das Schauspiel. Keine fünf Minuten vergingen, als sich das Fenster vom Kapitän öffnete. Schauerlich war sein Schrei über das Vorschiff!

Auch das kannte jeder. In Vietnam gab es eine Bar, wo man Schnaps aus einer mit Zeitung eingewickelten Flasche einschenkte. Die Seeleute wurden immer gefragt, wie denn das Zeug schmeckte. Ausgezeichnet! So wurde immer noch Einer nachgeschenkt. Erst am Schluss wickelte der Barkeeper die Flasche aus dem Papier. Wie groß muss der Schreck gewesen sei, als man in der Flasche eine Schlange entdeckte! Eine Delikatesse in Vietnam. Nach dem Destillieren wird die Schlange lebend hineingesteckt, dann die Flasche verschlossen. Besondere Sekrete, welche die Schlange absondert, geben den Geschmack für den Schnaps!

In den Anfangsjahren der DSR wurde viel vom sogenannten Heuerschein erzählt. Die Fänger saßen in der Storchenbar, unweit des Reedereigebäudes. Beim fünften Cocktail den Schein unterschrieben, hatte man schnell seinen anstehenden Urlaub vertan. Ähnlich wie zu Friedrichs Zeiten wurde man sofort ins Taxi eingeladen, zum Überseehafen gefahren und auf das laut Heuerschein zugewiesene Schiff zwangsangeheuert. Auch wenn es unglaubhaft klingt, ein Fünkchen Wahrheit steckt drin in dieser Geschichte. Bis in den 60er Jahren wurde tatsächlich in der Storchenbar nach Seeleuten Ausschau gehalten – immer dann, wenn Not am Mann war. Die damals noch junge Reederei kaufte Schiffe auf und es gab dagegen nicht genügend Fahrensleute.

Günther erzählt auch gerne von seiner Zeit auf der „Fritz Heckert“. Bei einem Ostseetörn wurde er gefragt, wann den der Kapitän die Schiffsschaukel anstellt. Kurz überlegt, wann das Schiff den Darßer Ort passiert – also in zwei Stunden!  Aber die Schiffsschaukel kaum angestellt, beschwerten sich die Passagiere, der Kapitän möge sie doch wieder abstellen! Ja, das ging nun mal nicht so einfach. Die Schaukel wurde über ein kompliziertes Pumpensystem über die Ballasttanks bewegt! Also blieben nur die bekannten Tüten. Unsere Seeleute nicht dumm, ließen sich in der Kombüse eine Kelle Erbseneintopf in die Tüte füllen. Draußen an Deck gesellten sie sich zu den Passagieren mit den blauen Gesichtern. Unsere Seeleute hechelten in die Tüte, schauten hinein und meinten: „Ist ja noch gut!“ nahmen die Tüte an den Mund und schluckten die Erbsensuppe in sich hinein. Und die Passagiere spuckten ihre Suppe hinaus, über die Reling, natürlich auf der falschen Seite!

Und alles, was wir an wahren Begebenheiten erzählen, wird uns nicht geglaubt, dafür erfundene  Schauergeschichten schon. Das wird sicher immer so bleiben. Auch wir vom Klönsack werden dafür sorgen.

Euer Redakteur Jochen

 

» 1 Kommentar
1Kommentar
am Monday, 21. May 2012 23:43von Wolodja
Ja, Jochen,  
das war eine tolle Atmosphäre an Bord, Wetter war ja wie bestellt und auch, als wir uns dann unter Deck aneinander gekuschelt haben, hatten wir sehr interessante Gespräche. Viele der Anwesenden freuten sich schon auf die Ausfahrt mit der "ANNA" . . .
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